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Görlitz

Mann spuckt Supermarkt-Angestellten an

Der Jugendliche sagte dabei, dass der Angestellte nun auch Corona bekäme. Zu diesem und weiteren Vorfällen wurde die Polizei im Kreis Görlitz gerufen.

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Symbolbild © Jan Woitas/ZB/dpa

In den vergangenen 24 Stunden sind Polizisten in den Landkreisen Bautzen und Görlitz insgesamt 28 mal ausgerückt, weil sich erneut Menschen nicht an die  Allgemeinverfügung zum Vollzug des Infektionsschutzgesetzes hielten. Die Beamten kontrollierten, lösten Versammlungen auf und ließen Geschäfte schließen - oft aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung. Das teilt Anja Leuschner, Pressesprecherin der Polizeidirektion Görlitz, mit.

Gegen Montagmittag erfuhr die Polizei in Weißwasser, dass an der Südstraße in Boxberg offenbar eine Gaststätte geöffnet hatte. Beamte prüften den Hinweis. Tatsächlich hielt sich der Inhaber nicht an die Allgemeinverfügung und empfing Kunden in seinem Laden. Das unterbanden die Ordnungshüter. Sie erstatteten Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

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Kunde beschimpft und beleidigt Mitarbeiterin

In einem Einkaufsmarkt an der Bahnhofstraße in Görlitz hat sich am Montagabend ein weiterer Vorfall mit Bezug zum Corona-Virus ereignet.

"Eine Mitarbeiterin bat einen Kunden darum, sich einen Einkaufswagen zu nehmen. Dieser Aufforderung kam der Mann nicht nach. Er zeigte sich stattdessen sehr erbost gegenüber der Angestellten. Es folgten diverse Beleidigungen und Beschimpfungen der Frau gegenüber", erklärt Leuschner.

Ein weiterer Mitarbeiter kam hinzu, um seiner Kollegin zu helfen. Daraufhin beschimpfte der Jugendliche auch ihn. Außerdem begann er seinen Gegenüber anzuspucken. Er kommentierte sein Handeln damit, dass der Angestellte nun auch Corona bekäme.

Zwei Polizisten eilten zum Tatort und stellten den 19-Jährigen. Daraufhin gab der Deutsche zu, nicht an dem Virus erkrankt zu sein. Seine Aussage sei aus der Wut heraus entstanden. Die Beamten erstatteten Anzeigen wegen Körperverletzung sowie Beleidigung. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Die Polizei bittet weiterhin um besonnenes Handeln und erinnert daran, dass die Sicherheitsvorkehrungen dem Schutz der Bevölkerung dienen. (SZ)

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