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Einweihung der König-Albert-Brücke in Zittau wird nachgeholt

Zuvor sollen die Arbeiten im Frühjahr abgeschlossen werden – und damit 15 Jahre Vorbereitung der Bauarbeiten.

Von Thomas Mielke

Zittau. Die bei der Verkehrsfreigabe der König-Albert-Brücke von der Mehrzahl der anwesenden 150 Zittauer vermisste Zeremonie findet noch statt. „Es wird 2014 eine Einweihung und Eröffnung geben“, sagte Bürgermeister Michael Hiltscher (CDU) der SZ. Zuvor aber würden im Frühjahr die restlichen Arbeiten erledigt.

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Den Hauptauftraggeber, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), muss die Stadt aber erst überzeugen. „Seitens des Lasuv ist derzeit keine Zeremonie vorgesehen“, teilte Pressesprecher Peter Welp mit. Das Land ist für die Brücke, die Humboldt-, die Mandau- und die Äußere Oybiner Straße – zwischen Brücke und Ring – zuständig, der Kreis für den Rest der Äußeren Oybiner Straße und die Stadt für alle Fußwege, das Külzufer und die Schliebenstraße.

Für die Brücke war die Stadt bis 2009 zuständig, danach Sachsen. Laut Hiltscher wurde Ende der 1990er Jahre mit den Vorbereitungen für die Sanierung begonnen. Dabei halfen das Bauwesen der Hochschule und Planer. Insgesamt sind vier Diplomarbeiten zur Brücke entstanden.

Auf dieser Basis entschied die Stadt, die Brücke abzureißen und eine neue zu bauen. Eine Statikprüfung habe ergeben, „dass eine Sanierung ohne große Kosten unmöglich ist“, so Hiltscher. Vorteile eines modernen Baus wären die höhere Durchlässigkeit bei Hochwasser und die bessere Übersicht für Fahrer gewesen. Er widersprach dem Vorwurf, dass eine Betonbrücke geplant gewesen sei. Nur eine von vielen untersuchten Varianten sei aus Beton gewesen, sagte Hiltscher.

Das Land entschied anders: Wegen des Denkmalschutzes wurde die Brücke nicht abgerissen, sondern saniert. Der Bau samt Kreisel kostet rund 3,2 Millionen Euro.

Bürgermeister Hiltscher ist den Bauleuten und dem Lasuv für den schnellen Bau dankbar.