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Großenhain

Einwohner wollen kein neues Wartehäuschen

Die Böhlaer pochen hingegen auf die Sanierung des Dorfgemeindehauses.

So eine schicke Buswartehalle wird im Dörfchen Böhla b.O. nicht als vordringlich erachtet, obwohl es dafür Förderung gibt.
So eine schicke Buswartehalle wird im Dörfchen Böhla b.O. nicht als vordringlich erachtet, obwohl es dafür Förderung gibt. © Daniel Förster

Böhla b.O. Statt eine neue Bushaltestelle zu bauen, sollte die Gemeinde lieber Geld für den Außenputz des Dorfgemeinschaftshauses und die Innensanierung ausgeben. Das erklärten Ortsteil-Vertreter in der jüngsten Sitzung des Schönfelder Gemeinderates. Die Kommune hat den Böhlaern für dieses Jahr 30.000 Euro zugeteilt, über deren Verwendung vor der Verabschiedung des Haushaltsplanes noch keine Einigkeit herrscht. Die Verwaltung sähe es lieber, wenn statt der alten massiven Wartehalle ein moderner Plexiglasbau errichtet würde. Für solche Projekte gibt es vom Freistaat eine großzügige Förderung von 90 Prozent.

Die Böhlaer hingegen pochen auf die Sanierung des Gemeinschaftshauses. Hatten im Dorf doch schon Gerüchte die Runde gemacht, die Gemeinde wolle das Gebäude verkaufen. Bürgermeister Hans-Joachim Weigel (parteilos) dementierte das. „Jeder Ortsteil soll sein Dorfgemeinschaftshaus behalten“, erklärte er in der Ratssitzung. Er wolle nur nicht mit Sanierungsarbeiten beginnen, die sich dann als Fass ohne Boden erweisen.

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In der Bürgerfragestunde hatten mehrere Böhlaer kritisiert, dass im Dorf seit Jahren nicht mehr investiert werde. Der Feuerlöschteich zum Beispiel warte schon seit 10, 15 Jahren auf eine Entschlammung. Weigel reagierte prompt. Bereits am nächsten Tag war er mit Vertretern der Baufirma Tieku vor Ort, um sich ein Bild von den zu erwartenden Kosten zu machen. 

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