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Wann wird die Bobbahn umgestaltet?

Das Landratsamt Pirna hat einen Plan zu dem Altenberger Bau. Ob der verwirklicht wird, hängt von Entscheidungen in Berlin und Dresden ab.

Die Bobbahn Altenberg aus der Vogelperspektive.
Die Bobbahn Altenberg aus der Vogelperspektive. © Egbert Kamprath

In diesen Tagen entscheidet sich, ob das Landratsamt Pirna die geplante Umgestaltung der Altenberger Bobbahn 2021 in Angriff nehmen kann oder ob diese um ein Jahr verschoben werden muss. Hintergrund ist die Finanzierung. 

Notwendig ist die Umgestaltung der Bahn in den Kurven 11 bis 13 schon seit geraumer Zeit. Denn nur durch eine Entschärfung der „sturzträchtigsten“ Kurvenpassage  kann die Sicherheit auf der Bahn erhöht werden. Die Verschiebung der Maßnahme um ein weiteres Jahr würde bedeuten, dass sich die Athleten eine weitere Saison auf die schwierige Durchfahrt einstellen müssen,  erklärt Heiko Weigel, zuständiger Beigeordneter für Bau und Umwelt im Landratsamt.

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"Der Landkreis hat im Juni 2019 Fördermittel für die Neutrassierung des Enso-Eiskanals im Bereich Kurven 11 bis 13 beantragt", so Weigel. Grundlage war eine Entwurfsplanung. Erst wenn der Kreis die Fördermittel fest zugesagt bekommt, ist die Finanzierung der Arbeiten gesichert und seine Mitarbeiter können die Planungen bis hin zur Ausführungsplanung fortsetzen. 

Umbau kostet Millionen

Sollte der Kreis die Förderung zugesprochen bekommen, braucht er neun Monate, um die weitere Planung, die Ausschreibung und Vorbereitung der Bauleistungen vorzubereiten. Für die Bauarbeiten selbst gibt es aufgrund der Wettbewerbe und der Trainingsläufe nur ein sehr schmales Zeitfenster. Die Arbeiten, die etwa sieben Monate dauern, müssen von Ende Februar bis Ende September ausgeführt werden. "Anders lässt sich die Realisierung im Jahr 2021 nicht sicherstellen", erklärt Weigel.

Dass die Prüfung des Fördermittelantrags so lange dauert, liegt an der geplanten Finanzierung. Denn das Geld soll nicht nur vom Bund, sondern auch vom Freistaat kommen. Die Unterlagen des Landratsamtes werden von Behörden und Ministerien auf Bundes- und Landesebene geprüft, so Weigel. Damit dauere die Prüfung mehrere Monate. Der Zuwendungsbescheid wird erst erteilt, wenn alle entsprechenden Stellungnahmen und Zusagen vorliegen.

Der Umbau wird voraussichtlich 3,6 Millionen Euro kosten. Knapp 500.000 Euro will der Landkreis übernehmen. Der Bund soll sich dem Fördermittelantrag zufolge mit 1,8 Millionen Euro, der Freistaat Sachsen mit 1,4 Millionen Euro beteiligen. 

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