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Eislöwen spekulieren auf Finanzhilfe der Stadt

Heute Nachmittag geht es um die Zukunft der Dresdner Eislöwen. Im Sportausschuss stellt die Betriebsgesellschaft des Eishockey-Zweitligisten das Sanierungskonzept vor. Ein schon seit Monaten fälliges Papier.

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Heute Nachmittag geht es um die Zukunft der Dresdner Eislöwen. Im Sportausschuss stellt die Betriebsgesellschaft des Eishockey-Zweitligisten das Sanierungskonzept vor. Ein schon seit Monaten fälliges Papier. Denn schon lange steht die Gesellschaft kurz vor der Insolvenz. Immer wieder musste die Stadt den Eislöwen durch die Stundung von Schulden unter die Arme greifen. Nun wollen die Eislöwen noch weniger Geld an das Rathaus zahlen.

Wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht, möchten die Eislöwen noch offene Forderungen nicht begleichen und zudem die Mietkosten der Eishalle deutlich senken. So wollen sie zum Beispiel für die Nutzung der Logen überhaupt nichts mehr an die Stadt zahlen. Nach Einschätzung des Sportstättenbetriebes würde der Stadt so ein Verlust von 966 000 Euro entstehen. Geht die Stadt nicht auf das Konzept ein und geht die Gesellschaft pleite, würde der Verlust etwas mehr als eine Million Euro betragen. Zum Sanierungskonzept gehören aber nicht nur finanzielle Forderungen an die Stadt. Die Eislöwen wollen auch die personellen Querelen unterbinden, die Gesellschafterstruktur verändern und die Ticketpreise überdenken. (SZ/jr)