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Eisstadion braucht eine Rechtfertigung

über das Bauvorhaben von sechs Millionen Euro

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Wulf Stibenz

Die Sanierung des Nieskyer Eisstadions ist richtig. Die Stadt braucht das Stadion – obwohl die Frage im Raum steht, ob die sechs Millionen Euro für eine Stadt mit knapp 10 000 Einwohnern zu viel Geld sind. Es wird darüber debattiert werden, ob der Bau gerechtfertigt ist – obwohl unklar ist, wie es mit der Liga weitergeht, in der die Tornados spielen. Es werden sich Eisstadionkritiker melden, die so viel Geld lieber für andere Sportarten, Vereine, Straßenbau oder im Bereich Soziales ausgegeben hätten.

Aber ein saniertes Eisstadion ist viel mehr als eine schicke Spielstätte für die Tornados in einer rund fünf Monate andauernden Saison – auch wenn das zur Tradition in Niesky gehört. Das Eisstadion ist zum weitaus größeren Teil für Schulsport, Kitaprojekte, Freilauf und andere Vereine da. Es kann mit der Sanierung auch ein Wahrzeichen werden – etwas, das den Blick der Öffentlichkeit auf Niesky lenkt. Das Stadion erhöht die Attraktivität der Stadt für Jugend und Familien. Denn dann ist die Kombination von Eisstadion und Waldbad zukunftssicher. Gerechtfertigt werden muss so eine Investition allerdings auch – stetig und immer wieder. Und vor allem ergebnisoffen und in der Öffentlichkeit, die das bezahlt.