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Elberadweg bekommt neue Schilder

Radlern fällt die Orientierung auf Deutschlands beliebtester Strecke nicht immer leicht – daran ist nicht nur die Flut schuld.

© steffen füssel, steffen fuessel

Von Ines Mallek-Klein

Ein großes blaues E auf weißem Grund weist den Radfahrern den Weg. Der Elberadweg ist mit seinen 860 Kilometern nicht nur einer der längsten in Deutschland, sondern seit elf Jahren auch die beliebteste Route für Fernradler. Doch die haben mitunter große Mühe, sich zu orientieren. Schuld sind fehlende Hinweisschilder.

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Das Problem kennt der Tourismusverband Sächsische Schweiz schon seit vielen Jahren. Im Pirnaer Büro ist die Koordinierungsstelle für den Radweg. Von dort aus wird die Route nicht nur vermarktet, dort laufen auch die Beschwerden der Gäste zusammen. Nun besteht die Chance, zu handeln. Möglich machen das Gelder, die der Ostdeutsche Sparkassenverband zur Verfügung stellt. Mit den Mitteln soll ein Beschilderungskonzept für den Elberadweg erstellt werden. Erst danach wird die Umsetzung beginnen, sagt Mandy Krebs, die beim Tourismusverband für den Elberadweg zuständig ist. Erstmals wird man dabei landkreisübergreifend arbeiten, so Mandy Krebs. Für die Infrastruktur an dem beliebten Fernradweg bleiben aber weiter die Kommunen zuständig. Die haben in den vergangenen Jahren bereits in die Beschilderung investiert. Teils aus eigenem Antrieb, teils infolge der Hochwasser, die die Wegemarkierungen immer wieder beschädigt haben. Besonders aktiv war dabei der Landkreis Meißen.

Nun soll generell investiert werden. Die ältesten Schilder, die heute hängen, sind fast fünfzehn Jahre alt. Viele sind verblichen, andere stark beschädigt und manche ganz verschwunden. Das blaue E auf weißem Grund hat inzwischen Sammlerwert und wird von einigen unvernünftigen Radlern einfach abgeschraubt. Die Touristiker freuen sich zwar über die Begeisterung für den Elberadweg, aber dieser Fanatismus geht dann doch zu weit.