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Elbeschwimmen in kleiner Runde

Mit neun Leuten stieg Organisator Daniel Baumann unterhalb des Blauen Wunders ins Wasser. Nächstes Jahr sollen es wieder deutlich mehr sein.

Inoffizielles Elbeschwimmen in kleiner Runde: Birgit Forbriger und Daniel Baumann machen sich nass.
Inoffizielles Elbeschwimmen in kleiner Runde: Birgit Forbriger und Daniel Baumann machen sich nass. © Sven Ellger

Dresden. Das offizielle Elbeschwimmen musste dieses Jahr aufgrund der Corona-Regeln abgesagt werden. Im vergangenen Jahr kamen über 2.000 Teilnehmer und damit wäre das Schwimmen eine Großveranstaltung, für die es ein Hygienekonzept geben und die Nachverfolgbarkeit der Kontakte gesichert sein müsste. "Aber wir sind nur ein kleiner Verein mit sieben Mitglieder, den Aufwand hätten wir nicht stemmen können", sagt Daniel Baumann. Er organisiert das Elbeschwimmen seit 2018, hat es vorher bereits gemeinsam mit dem langjährigen Leiter Dietrich Ewers getan.

Dennoch sind am ersten Augustsonntag, dem traditionellen Termin der Veranstaltung, neun Enthusiasten mit Baumann unterhalb des Blaues Wunders ins Wasser gestiegen und 3,5 Kilometer bis zum Fährgarten Johannstadt geschwommen. Unter ihnen Birgit Forbriger aus Werdau.  Sie war es auch, die Baumann auf die Idee der kleinen Schwimmrunde brachte. "Ich habe mit meinem Mann 2017 erstmals am Dresdner Elbeschwimmen teilgenommen, wir kommen seitdem jedes Jahr. Also habe ich Daniel angerufen, der aus meiner Heimat stammt, ob wir nicht individuell schwimmen wollen", sagt sie.

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Baumann war gleich dabei. Er ist ein begeisterter Flussschwimmer und mindestens zweimal im Monat in der Elbe unterwegs. "Es rief dann am Freitag noch eine Familie mit Kindern bei mir an, ob es das Elbeschwimmen gibt. Ich habe ihnen von unserer inoffiziellen Veranstaltung erzählt und sie haben sofort zugesagt." Natürlich haben die Eltern während des Schwimmens die Aufsichtspflicht für ihre Kinder. 

Beim offiziellen Elbeschwimmen sichern sonst sechs bis acht Boote des Deutschen Roten Kreuzes die Teilnehmer ab.     

Für Birgit Forbriger und die anderen war es bei 23 Grad Wassertemperatur und zwei Begegnungen mit Elbdampfern eine wunderbare Erfahrung in der Elbe. Ganz anders als 2017, als der Fluss nur 18 Grad hatte und die Lufttemperaturen ebenso niedrig war. 

"Im nächsten Jahr findet das Elbeschwimmen wieder statt", ist sich Daniel Baumann sicher, dessen Verein es gemeinsam mit der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt veranstaltet. "Ich habe es Dietrich Ewers versprochen, dass es weitergeht. Der langjährige Organisator Ewers war im Oktober 2018 bei einer Wanderung tödlich verunglückt.  

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