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Elblandkliniken widmen sich Suchtproblemen

Radebeul/Dresden. Rund 100 Suchtspezialisten aus dem gesamten Bundesgebiet kommen heute und morgen im Dresdner Hygiene-Museum zu einer von den Elblandkliniken organisierten Tagung zusammen. Thematisiert...

Radebeul/Dresden. Rund 100 Suchtspezialisten aus dem gesamten Bundesgebiet kommen heute und morgen im Dresdner Hygiene-Museum zu einer von den Elblandkliniken organisierten Tagung zusammen. Thematisiert wird, wohin sich die Suchttherapie entwickelt, wie der Bedarf abgedeckt, gutes Personal gewonnen und die Qualität gesichert werden kann.

Arbeiten in Görlitz

Ob Arbeitsplatz, Ausbildung, Studium, Job für zwischendurch, Freiwilligendienst oder Ehrenamt: In Görlitz gibt es jede Menge gute Jobs!

Im Vorfeld der Tagung sprach der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Elblandklinikum Radebeul Dr. Wilfried Schöne davon, dass Suchtkranke häufig nicht ausreichend wahrgenommen würden. Sie seien durch ihre Erkrankung stigmatisiert und auf süchtiges Verhalten festgelegt. Nicht selten befänden sich diese Patienten in einem sozialen Sog nach unten, hätten zahlreiche Begleiterkrankungen und zeigten Persönlichkeitsveränderungen. Zunehmend gehe es zunächst darum, das Überleben des Patienten überhaupt zu sichern, bevor die Sucht gezielt bekämpft werden könne. Der Weg hin zur Suchtmittelabstinenz und einer vollständigen Reintegration in das soziale Leben erfordere einen langwierigen, anstrengenden Weg. Neben klassischen Süchten wie der Alkoholabhängigkeit spielten zunehmend Internet- oder Glücksspielsucht eine Rolle. Dazu kämen – je nach Region – synthetische Drogen wie Crystal. (SZ/pa)