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Elektroschocker im Rucksack wird teuer

Wegen unerlaubten Waffenbesitzes steht ein Döbelner vor Gericht. Er hat ein langes Vorstrafenregister.

Weil er einen Elektroschocker bei sich hatte, wurde ein Döbelner zu einer Geldstrafe verurteilt.
Weil er einen Elektroschocker bei sich hatte, wurde ein Döbelner zu einer Geldstrafe verurteilt. © Norbert Millauer

Ende Dezember vergangenen Jahres ist der 35-jährige Angeklagte kurz vor Mitternacht an der Mastener Straße unterwegs, als er in eine Kontrolle gerät. In seinem Rucksack befindet sich ein Elektroimpulsgerät oder Elektroschocker. Das bringt dem Döbelner Ärger ein.

„Ich hatte vergessen, dass ich den Elektroschocker einstecken habe“, sagt der Mann vor Gericht. Ohnehin habe er das Gerät nur dabei gehabt, um die integrierte Taschenlampe an seinem Fahrrad zu verwenden. Die gebe ein besseres Licht als herkömmliche Lampen.

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Angeklagter ist einsichtig

Vor Gericht bestreitet der auf 450-Euro-Basis beschäftigte Umzugshelfer und ergänzend Hartz-IV-Bezieher nichts. „Mir ist die Funktion des Gerätes bekannt gewesen“, sagte er. Das Gerät wurde von der Polizei eingezogen. Er wolle es nicht wieder haben. Als Waffe oder gegen Personen einsetzen, wollte er den Elektroschocker nicht. Das hält ihm die Staatsanwältin zugute.

Auf die Füße fällt dem 35-Jährigen allerdings sein langes Vorstrafenregister. Insgesamt 13 Eintragungen sind im Bundeszentralregister gegen den Döbelner verzeichnet. Sie reichen von Körperverletzung über Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch bis hin zum Fahren ohne Führerschein und Beleidigung.

Eine Vorstrafe ist einschlägig

Im Jahr 2010 stand er bereits schon einmal wegen unerlaubten Waffenbesitzes vor Gericht. Erschwerend wirkt sich zudem aus, dass der 35-Jährige wegen unerlaubten Handelns mit Betäubungsmitteln derzeit noch unter Bewährung steht.

Die Staatsanwältin beantragte eine kurze Freiheitsstrafe von zwei Monaten, die wiederum zur Bewährung auszusetzen sei und 50 Arbeitsstunden. „Weitere Geldauflagen würden den Angeklagten über Gebühr belasten“, sagte sie.

Verteidiger Carsten Forberger regte dagegen eine geringe Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen zu 15 Euro an, da sich das Mitführen des Elektroschockers im unteren kriminellen Bereich bewege.

Richterin Nancy Weiß reicht das mit Blick auf die Vorstrafen nicht. Sie erhöht in ihrem Urteil die Tagessätze auf 60 zu je 15 Euro. Diese könnten auf Antrag auch in Arbeitsstunden umgewandelt werden.

Zudem muss der Döbelner die Kosten des Verfahrens tragen. Das Urteil ist rechtskräftig.

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