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Eltern sollten ihren Kindern auf keinen Fall Angst machen

Annett Grundmann, Vorsitzende des Kreiselternrates Dresden, gibt Tipps, wie Eltern mit ihren Kindern über das Thema „Umgang mit Fremden“ reden können. Sie koordiniert das Kinderschutzprojekt Bärenstarker August.

Annett Grundmann, Vorsitzende des Kreiselternrates Dresden, gibt Tipps, wie Eltern mit ihren Kindern über das Thema „Umgang mit Fremden“ reden können. Sie koordiniert das Kinderschutzprojekt Bärenstarker August. Dieses bietet stadtweit unter anderem 130 Anlaufstellen, in denen Schüler Zuflucht suchen können, wenn sie sich beispielsweise auf dem Schulweg bedroht fühlen.

Offene Diskussion: Eltern und ihre Kinder sollten sich dem Thema Stück für Stück nähern, ohne den Kindern dabei Angst zu machen. Denn oft haben Eltern selbst Angst davor, weil sie selbst zur Thematik voreingenommen sind. Bei Bedarf können sie Hilfe bei Vereinen oder der Polizei suchen. Diese machen eine sehr gute Präventionsarbeit.

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

Aktuelle Themen sowie Tipps und Tricks für den Alltag: Fabian Deicke stellt Experten verschiedener Gebiete die Fragen der SZ-Community.

Feste Regeln: Eltern sollten ihre Kinder auf bestimmte Alltagssituationen, die mit Nähe und Distanz zu tun haben, vorbereiten. Das fängt beispielsweise damit an, wie sie sich verhalten sollen, wenn ein Fremder nach der Uhrzeit fragt.

Gewohnheiten ändern: Derzeit empfiehlt es sich, Kinder, die sonst allein nach Hause gehen, lieber abzuholen. Vor allem, wenn sich gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit, die Fälle mit Unbekannten vor Grundschulen wieder häufen.

Praktischer Tipp: Außerdem sollten Eltern ihren Kindern beibringen, dass materielle Werte nicht wichtig sind. Will ein Fremder ein Kind dazu zwingen, mit ihm zu gehen und hält es am Ranzen fest, dann sollte es diesen lieber fallen lassen, um schneller wegrennen zu können. (uki)