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Empfangssalon für Könige

Neuhermsdorf. Der ehemalige Bahnhof Hermsdorf-Rehefeld gerät nicht in Vergessenheit. Unübersehbar prangt jetzt am Verbindungsbau zwischen dem alten und dem neuen Haus des „Sporthotels Alter Bahnhof“ die Abbildung einer Dampflok, fast als ob sie noch fahren würde.

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Neuhermsdorf. Der ehemalige Bahnhof Hermsdorf-Rehefeld gerät nicht in Vergessenheit. Unübersehbar prangt jetzt am Verbindungsbau zwischen dem alten und dem neuen Haus des „Sporthotels Alter Bahnhof“ die Abbildung einer Dampflok, fast als ob sie noch fahren würde. Im Innern des Hauses ist eine Modellbahnanlage zu bestaunen, die in zwei Wochen um eine besondere Attraktion bereichert wird. Dann wird hier eine originalgetreue Nachbildung des ehemaligen Bahnhofs Hermsdorf-Rehefeld stehen.

Als dieser 1884/85 errichtet wurde, lag er an der Bahnlinie von Holzhau nach Moldawa, welche Böhmen und Freiberg miteinander verband. In Neuhermsdorf kamen die sächsischen Könige an, wenn sie aus Dresden ins Jagdschloss Rehefeld zur Erholung fuhren. Aus dieser Zeit stammt auch noch der königliche Empfangssalon, dessen Stuckdecke die Inhaber in den letzten Wochen originalgetreu restauriert haben.

Sie feiern in diesen Tagen ihr zehnjähriges Jubiläum. 1993 hatte Reiner Dietrich mit seinen Söhnen Ralf und Ingo das Haus gekauft. Es hatte nach der Einstellung der Bahnlinie 1972 der Reichsbahn als Erholungsheim gedient und stand dann einige Jahre leer. Dass sie an die Eisenbahngeschichte anknüpfen, hatten Dietrichs anfangs gar nicht so geplant. Immer wieder kamen Gäste, die sich erinnerten und nach dem Bahnhof fragten. Da heute der Kunde König ist, erfüllten Dietrichs den Wunsch gern. (SZ/fh)