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Großer Pausenhof für Kunzemannschule

Nach fast drei Jahrzehnten haben die Döbelner Schüler jetzt richtig Platz. Auch wenn es etwas länger gedauert hat.

Mit Begeisterung haben die Mädchen und Jungen der Kunzemannschule ihren neuen Pausenhof in Betrieb genommen. Zuerst waren die vierten Klassen dran. Das versenkte Trampolin macht Laune.
Mit Begeisterung haben die Mädchen und Jungen der Kunzemannschule ihren neuen Pausenhof in Betrieb genommen. Zuerst waren die vierten Klassen dran. Das versenkte Trampolin macht Laune. © Jens Hoyer

Döbeln. Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU() bemühte ein geflügeltes Wort bei der Eröffnung des neuen Pausenhofes der Kunzemannschule: „Was lange währt, wird gut.“ Gut ist er geworden. Lange hat es auch gedauert. Eigentlich sollte der Pausenhof schon im Herbst 2019 eröffnet werden. Aber dann wollte der Rasen nicht so wachsen, wie er sollte. Und wegen Corona war die Schule ohnehin über Monate dicht. 

Aber am Dienstag war es soweit. Der neue Pausenhof, der eigentlich ein Garten mit vielen Spielgeräten ist, wurde eröffnet. Der Rasen ist an einigen Stellen immer noch lückenhaft. „Wir werden noch entscheiden, ob wir noch einige Bereiche absperren“, sagte Liebhauser.

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Geld reicht noch für Pflasterweg

Finanziell ist das Projekt gut gelaufen. Rund 175.000 Euro waren eigentlich eingeplant. 150.000 hat es am Ende gekostet. Das Geld reicht noch, um den Weg vor dem Eingang des neuen Pausenhofs zu pflastern. 

Fast drei Jahrzehnte lang hatten die Schüler der Grundschule mit einem kleinen Pausenhof ohne viel Grün auskommen müssen. Als der Freistaat Sachsen nebenan die alte Kaserne für den Umbau des Landesrechnungshofes abreißen ließ, kam endlich die Chance, den Hof zu erweitern. Die Stadt tauschte das Grundstück mit dem Freistaat und kam auch noch in den Besitz dreier prächtiger Buchen. Die etwa 20 Jahre alten Bäume standen vor dem Eingang des früheren Straßenbauamtes und waren mit Spezialtechnik auf den neuen Pausenhof umgesetzt worden, wo sie gut angewachsen sind.

Ideen stammen von den Kindern

Die beiden vierten Klassen waren die ersten, die den neuen Pausenhof bespielen durften. Die Ideen hatten die Kinder selbst beigesteuert. „Ihr wart damals in der ersten Klasse“, sagte Schulleiterin Birgit Frainge. Die Kinder hatten ihre Vorstellungen zu Papier gebracht und Modelle gebastelt. Rutsche, Schaukel, Klettergerüst stehen jetzt auf dem Gelände. Es gibt ein versenktes Trampolin und ein „Grünes Klassenzimmer“. In einem Schuppen können auch mal Spielgeräte abgestellt werden. Strom und Wasser liegen an. 

Die ehemalige Schulleiterin Heidemarie Egerer brachte ein unentbehrliches Ausstattungsstück mit, das Ex-Bürgermeister Hans-Joachim Egerer gleich noch an die Schuppenwand schraubte: Eine Glocke, mit der künftig das Ende der Pausen eingeläutet wird.

Heidemarie Egerer kümmert sich auch im Ruhestand noch um die Schule, in der sie 27 Jahre Leiterin war. „Ich bin jetzt Vorsitzende des Fördervereins“, sagte sie. Der Förderverein unterstützt die Schule, übernimmt zum Beispiel die Kosten für den Bus, wenn sie auf Exkursion nach Freiberg und Dresden geht. Er hatte auch das Überholen des alten Klaviers der Schule übernommen. „Wir haben etwa 30 Mitglieder. Auch ein paar ganz treue, deren Kinder schon ihr Abitur gemacht haben. Ich hoffe ja, dass jetzt einige Eltern der 1. Klassen bei uns Mitglied werden“, sagte Heidemarie Egerer.

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