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Dippoldiswalde

Endlich eine Ansage von der Telekom

Handwerker in Hartmannsdorf und Obercarsdorf wurden vom Telefonfestnetz abgeklemmt. Nun kommt Bewegung in die Probleme.

Heidi und Henry Schekar haben zwar den Telefonanschluss ihrer Firma noch nicht wieder, aber wenigstens ein paar klare Ansagen.
Heidi und Henry Schekar haben zwar den Telefonanschluss ihrer Firma noch nicht wieder, aber wenigstens ein paar klare Ansagen. © Egbert Kamprath

Henry Schekar in Hartmannsdorf muss seit 3. Juni ohne Festnetztelefon auskommen. Das ist ganz schwierig für sein Bauunternehmen mit fünf Mitarbeitern. Bei der Umstellung seines Anschlusses von der ISDN-Technik auf Voice over IP scheint etwas schiefgegangen zu sein, was erst lange niemand klären konnte.

Aber inzwischen hat Schekar von der Telekom klare Ansagen erhalten. Vier Erkenntnisse hat er gewonnen. Erstens kann die Telekom ihm nicht sofort helfen. Weil in Hartmannsdorf wie im gesamten Vorwahlgebiet von Frauenstein derzeit das Telekom-Netz für Breitband ausgebaut wird, können derzeit keine Leitungen geschaltet werden. Also bleibt auch der Festnetzanschluss von Schekars vorerst weiter tot.

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Die zweite Mitteilung, die ihm aber Hoffnung gibt, ist, dass er einen konkreten Termin in Aussicht hat, zu dem die Telekom ihn wieder ans Festnetz anschließen will. Ende Juli wird das Bauunternehmen wieder über das Festnetz erreichbar sein. Das hat Alexandra Hürter im Auftrag der Telekom auf die Anfrage der Sächsischen Zeitung hin mitgeteilt. Sie schreibt auch: „Wir stehen mit Familie Schekar persönlich in Kontakt.“ Das kann Henry Schekar bestätigen. Er hat eine Mail direkt von der Telekom erhalten, wo ihm auch ein Termin Ende Juli bestätigt wurde. Bisher hat die Telekom immer mitgeteilt, dass Hartmannsdorf im dritten Quartal an das schnelle Telefonnetz angeschlossen wird. Da ist der Termin Ende Juli erheblich konkreter.

Drittens hat er jetzt endlich eine konkrete Ansprechpartnerin, die für seinen Fall zuständig ist, deren Namen und Telefonnummer er kennt. Die sitzt zwar in Schwerin. Aber wenigstens weiß er konkret, an wen er sich wenden kann.

Und eine vierte Erkenntnis ist für Henry Schekar: Es geht vielen anderen auch so. Holm Paul beispielsweise, der einen Installateurbetrieb hat, muss schon seit über sieben Wochen ohne Festnetzanschluss auskommen. Er hat seine Werkstatt in Hennersdorf mit einem ganz alten analogen Telefonanschluss. Der funktioniert. Aber in Obercarsdorf, wo er seine Wohnung und das Büro hat, ist der ISDN-Anschluss seit Anfang Mai tot. Die Störung hat er am 6. Mai zum ersten Mal gemeldet. Danach war auch ein Techniker bei ihm und hat die Leitungen im Haus durchgemessen, aber keinen Fehler gefunden. Irgendwo muss aber einer stecken, denn die Leitung ist weiter tot, wie Paul berichtet.

Vor zwei Wochen hat er auch ein Schreiben bekommen, dass sein Anschluss wegen der Umstellung auf Voice-over-IP-Telefonie gekündigt wird. Aber da bestand seine Störung schon.

Die Telekom hat Holm Paul zwar eine Rufumleitung eingerichtet, die alle Gespräche auf sein Handy weiterleitet. Aber wenn er in seiner Werkstatt ist, hilft ihm das wenig. Denn gerade Hennersdorf liegt großteils im Funkloch. Auch zu diesem Problem hat die Sächsische Zeitung eine Anfrage an die Telekom gestellt. Die Antwort steht noch aus. Jedoch hat sich bei Holm Paul ein Telekom-Mitarbeiter gemeldet, sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und versprochen, den Fall in die Hand zu nehmen. „Ich habe den Eindruck, dass ist jetzt eine Stufe höher angesiedelt. Allerdings hat sich bisher an der Situation nichts gebessert“, berichtet Holm Paul.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.

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