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Endlich kann der Bagger kommen

An der Straße der Freundschaft in Boxberg soll ein neues Wohngebiet entstehen. Jetzt ist der Auftrag zur Erschließung erteilt.

Bisher nur freies Gelände: An der Straße der Freundschaft in Boxberg sollen jetzt die Voraussetzungen für Wohnbebauung geschaffen werden. Der Auftrag zur Erschließung ist erteilt.
Bisher nur freies Gelände: An der Straße der Freundschaft in Boxberg sollen jetzt die Voraussetzungen für Wohnbebauung geschaffen werden. Der Auftrag zur Erschließung ist erteilt. © Constanze Knappe

Noch in diesem Jahr soll das Gelände hinter dem Gemeindeamt in Boxberg als „Wohnstandort Straße der Freundschaft“ für die Bebauung vorbereitet werden. Den Auftrag über die Straßen- und Tiefbauarbeiten zur Erschließung des Gebiets hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig vergeben. Er beinhaltet neben den Geländearbeiten die Verlegung der Leitungen zur Versorgung mit Trinkwasser, Energie und Telekommunikation, zur Entsorgung des Schmutz- und des Regenwassers sowie den Straßenbau. Vorgesehen ist ebenso ein Leerrohr für die Breitbandanbindung. Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Wasserzweckverband „Mittlere Neiße – Schöps“ und den Stadtwerken Weißwasser GmbH.

 Im gegenseitigen Einvernehmen hatte die Gemeinde Boxberg die Gesamtleistungen ausgeschrieben. Fünf Angebote waren eingegangen – in einer Preisspanne zwischen 316.000 und 440.000 Euro. Den Zuschlag erhielt die Firma Nadebor Tief- und Landeskulturbau GmbH in Krauschwitz. Sie blieb als wirtschaftlichster Bieter um einiges unter der Kostenschätzung.Wie Bauamtsleiterin Cortina Kokles im Gemeinderat erklärte, regle ein Vertrag zwischen alle drei Beteiligten die Durchführung und Abrechnung der Leistungen im Einzelnen. Auf die Gemeinde Boxberg entfällt ein Anteil von 205.000 Euro. Der Wasserzweckverband „Mittlere Neiße – Schöps“ hatte in seiner Verbandsversammlung eine Woche vor dem Gemeinderat einstimmig einen Eilbeschluss über 56.000 Euro für den Bau der Abwasserleitung gefasst. Die Stadtwerke Weißwasser sind mit 54.000 Euro beteiligt.

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„Wir hoffen, dass wir ab Juli bauen können“, so die Bauamtsleiterin vor den Räten. Vorerst gehe es allerdings nur um die erste Ausbaustufe. Die Stadtwerke verlegen zwar die Trinkwasserleitung, da es aber noch keine Eigentümer für einzelne Parzelle gebe, werden zunächst noch keine Trinkwasseranschlüsse hergestellt. Aus diesem Grund kommt noch keine Schwarzdecke auf die Straße drauf, um diese nicht später wieder aufreißen zu müssen.Bürgermeister Achim Junker (CDU) hatte in seiner Investitionsvorschau für das Jahr 2020 das Vorhaben als eines der wichtigsten in diesem Jahr bezeichnet. Denn die Nachfrage nach Bauflächen sei groß. Im Gemeinderat ist man froh, „dass es nun endlich losgeht“, wie es Horst Jannack (Linke) und ebenso der Nochtener Ortsvorsteher Mario Weier (WV Boxberg) formulierten. Lange genug habe man ja darüber geredet. Schon vor einigen Jahren war für die Fläche ein Bebauungsplan aufgestellt und damit Baurecht geschaffen worden.

Mit dem Vergabebeschluss kann die Gemeinde Boxberg nun in die Vermarktung gehen. Allerdings, so war in der Sitzung auch zu vernehmen, gibt es bisher noch keine endgültigen Aussagen über die Grundstückspreise für den Wohnstandort an der Straße der Freundschaft. Bisher standen die Kosten für die Erschließung noch nicht fest, was mit dem Vergabebeschluss nun aber geklärt ist. Auch gebe es noch keine endgültige Parzellierung. „Es sind durchaus größere und kleinere Grundstücke machbar“, so Cortina Kokles.

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