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Endlich matschen, spritzen und planschen

Die Kinder bekommen ihren ersehnten Wasserspielplatz. Der wird Sonntag 15 Uhr eröffnet. Pünktlich zum Kindertag.

Von Ina Förster

Eine freche Schnecke kriecht über den neuen Wasserspielplatz im Skaterpark Kamenz. Es hat geregnet und die ebene Strecke ist optimal für Madame. Noch stört niemand ihren Lauf. Bald werden hier aber ganz andere Seiten aufgezogen! Spätestens ab Sonntagnachmittag. Dann schneidet der Oberbürgermeister ein oder mehrere Bänder durch zur feierlichen Eröffnung. Schöner wäre freilich, wenn man ihn gleich - wie bei einer Neptuntaufe - die neuen Wasserspielgeräte ausprobieren ließe. Aber das würde mit Sicherheit etwas nass zugehen. So eine kleine Dusche von oben? Oder wenn man die Wehre öffnet? Spaß beiseite! Das wird sicher nix, auch wenn die Vorstellung lustig ist. Aber das Kamenzer Stadtoberhaupt muss schließlich trockenen Fußes durch das Kinderfest kommen. Dieses beginnt am 1. Juni bereits 14 Uhr und hält so viele Überraschungen wie nie zuvor bereit. Der Kamenzer Kinderschutzbund hat sich anlässlich der Einweihung des neuen Matsch- und Wasserspielplatzes einiges einfallen lassen. Und hofft endlich mal wieder auf gutes Wetter. „Im letzten Jahr mussten wir mit dem Fest ins Kirchgemeindehaus umziehen, weil nichts ging“, sagt Vorstandschefin Marita Lehmann. Diesmal sehen die Aussichten auf jeden Fall besser aus. „Wir freuen uns alle so auf diesen Tag und haben so tolle Unterstützer und Mitmacher gefunden – es wäre schade, wenn das alles ins Wasser fallen sollte.“

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Der Kinderschutzbund leistet hier im Alten Stadtbad Kamenz seit vielen Jahren hervorragende Arbeit. Nicht nur mit der gesamten Betreibung des Areals (es sieht fast immer wie geleckt aus), sondern auch mit den fantasievollen Festen und Events vor Ort. Dass nun der Wasserspielplatz hinzu kommt, ist schön. Gerade Familien mit kleineren Kindern wird es sicher öfter hierher ziehen und nicht mehr nur die Jugend zum Skaten, Beachvolleyball oder Grillen.

Bisher gab es wenig Möglichkeiten für Kinder im Vorschulbereich, im Sommer im Wasser zu spielen. Die Idee zu einem Wasserspielplatz entstand schon 2011 im Zusammenhang mit der Diskussion zur Freibadsituation in der Stadt. Das ganze Projekt kostete etwa 100 000 Euro. Klingt erst einmal wieder nach viel Geld, aber allein die hochwertige Pumpentechnik für die Wasserreinigung will bezahlt sein. Auf 180 Quadratmetern darf hier künftig gematscht, gespritzt und geplanscht werden. Das Areal ist von Hecken begrenzt, fehlende Bänke kommen noch. Nur eine hohe Wand zum Volleyballfeld hin als Schutz vor fliegenden Bällen gibt es vorerst nicht, so Marita Lehmann. Zum einen wird meistens erst Abends auf dem Feld gespielt, zum anderen sähe das auch nicht gut aus. „Wir wünschen uns nur, dass alle den Wasserspielplatz achten und nicht mit Rädern oder Skatern befahren. Das wäre schlecht!“