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Endlich mehr Licht im Tunnel

Bürger hatten den schwach ausgeleuchteten Weg unter der Bahn an der Auerstraße monatelang kritisiert.

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Von Torsten Oelsner

Der Tunnel Auerstraße ist inzwischen schon so etwas wie ein thematisches Maskottchen in Coswig. Auf keiner Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses darf er fehlen. Wer regelmäßig dafür sorgt, dass auch die übrigen Coswiger immer mal an das Betongebirge auf der Auerstraße erinnert werden, ist Architekt Christian Buck, der selbst oberhalb dieses Bauwerkes wohnt.

Seit Monaten kritisierte er den Beleuchtungszustand in dem Bauwerk, dass noch nicht ganz fertig ist, aber von Fußgängern und Radfahrern schon immer passiert werden kann. Seine beharrliche Kritik sorgte selbst rathausintern schon für Kopfschütteln, weil man sich fragt, warum Vertreter des Bauamtes an den wöchentlichen Bauberatungen teilnehmen, und dabei offensichtlich nicht derartige Dinge ansprechen.

Im Kern ging es darum, dass sich vor allem Fußgänger nach Anbruch der Dunkelheit nicht mehr in den Tunnel trauten, weil es hier bedingt durch die großzügige Betonbauweise Ecken gibt, die komplett im Dunklen liegen. Ein paar punktuell aufgestellte Baulampen hätten keine wirksame Abhilfe geschaffen. Doch die fortdauernde Kritik von Christian Buck ist jetzt endlich gehört worden.

Polier Steffen Völkel von der Baufirma Amand hat sich mit seinen Leuten darum gekümmert, dass es endlich richtig Licht wird im Tunnel. „Wir haben zwei große Peitschenlampen jeweils an den Einfahrten des Tunnels“, sagt der Bauexperte. Zusätzlich hängen Neonröhren an der Deckenunterseite im Mittelteil des Bauwerkes. Was jedoch das Wesentliche sei: Die Fußgänger und Radfahrer müssen sich nicht mehr die Rampen an der Seite des Bauwerks hinunter- und hinaufmühen. Jetzt wurde die Fahrbahn zunächst als Fußweg frei gegeben. Das geht, weil diese erst im nächsten Jahr asphaltiert werden kann. „So lange können die Fußgänger in der Mitte durch“, sagt Steffen Völkel. Und auch Anwohner Buck zeigt sich zufrieden. „Nachdem ich solange darauf gedrungen habe, dass sich hier etwas ändern muss, kann man jetzt sagen, es geht“, so Buck. Niemand müsse mehr im Dunklen die Treppen hinunterstolpern.

Wann das Bauwerk komplett fertig sein soll, ist bis jetzt noch unbekannt. Die Rede ist von einem Termin im Sommer des nächsten Jahres. Ursprünglich sollte es schon in diesem Jahr soweit sein.