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Endlich schnelles Internet

Die Telekom hat ihr Netz in der Stadt Wilthen modernisiert. Bald können Kunden neue Anschlüsse nutzen. Dafür müssen sie aber was tun.

© Uwe Soeder

Von Katja Schäfer

365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Wilthen. Ein Ende des Wartens ist in Sicht: Bis März will die Telekom überall im Gebiet der Stadt Wilthen schnelle Internetanschlüsse anbieten. Das kündigt der Pressesprecher des Unternehmens, Georg von Wagner, an. Nachdem sich die Telekom entschlossen hatte, den Ausbau des Netzes in der Stadt in Eigeninitiative vorzunehmen, sind in den letzten Monaten umfangreiche Arbeiten erfolgt. Zu sehen war davon nicht viel. Denn es mussten nicht kilometerweise neue Leitungen verlegt, sondern vor allem Technikstandorte umgerüstet werden. Deshalb arbeiteten immer wieder Monteure an den grau-weißen Schaltkästen am Straßenrand. Insgesamt wurde an 25 Technikstandorten gebaut. 16 davon entstanden komplett neu. Zudem wurden neun bestehende Anlagen, die Fachleute Kabelverzweiger nennen, umgebaut.

Künftig bietet die Telekom Internetanschlüsse mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde an. Bisher sind es in der Regel sechs Megabit. Die konkrete Geschwindigkeit hängt jeweils davon ab, wie weit der Nutzer vom nächsten Kabelverzweiger entfernt ist. Vor allem Unternehmer warten sehnsüchtig auf das Turbo-Internet. Zum Beispiel Manuela Berger. Die Wilthenerin handelt mit gebrauchten Autos. Dabei ist es heutzutage unerlässlich, das Angebot auch online zu präsentieren. „Wenn ich ein Auto ins Internet stelle und die 20 dazu gehörenden Fotos hochlade, dauert das eine halbe Stunde. Das nervt und geht eigentlich gar nicht“, berichtet die Inhaberin der Firma B & V Automobile und fügt an: „Ich warte schon sehr lange auf schnelleres Internet.“ Den Vertrag mit der Telekom hat Manuela Berger bereits umgestellt und hofft nun von Tag zu Tag auf die Umschaltung.

Wie sie muss jeder Wilthener, der vom künftig verfügbaren Turbo-Internet profitieren will, selbst aktiv werden. Bestehende Verträge sind auf die neuen Geschwindigkeiten und Konditionen anzupassen. Informationen und Beratung dazu gibt es unter anderem im Telekom-Shop im Bautzener Kornmarkt-Center und im Partnershop an der Bischofswerdaer Kirchstraße.

Vernetzung der Wohnung

Bürgermeister Michael Herfort (CDU) nennt es einen Glücksfall, dass die Telekom in Wilthen die Eigeninitiative ergriffen hat. „Damit haben wir wesentlich eher das schnelle Internet, als wenn wir auf den Netzausbau durch den Landkreis warten müssten“, sagt er. Der Kreistag entscheidet voraussichtlich im März über die Vergabe der Bauleistungen, die notwendig sind, damit irgendwann alle Orte Turbo-Internet haben. Das Verlegen der Leitungen dauert laut derzeitigen Schätzungen bis 2020.

In Wilthen gibt es seit den 90er-Jahren ein Glasfasernetz, das schon einmal modernisiert wurde. Jetzt hat die Telekom es aufgerüstet. Die künftig angebotenen Internetanschlüsse von bis zu 100 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen und bis zu 40 Megabit pro Sekunde beim Hochladen von Inhalten ermöglichen es, gleichzeitig zu surfen, übers Internet zu telefonieren und hochauflösende Filme zu sehen. Auch eine Vernetzung der Wohnung ist möglich, sodass man zum Beispiel aus der Ferne per Smartphone die Heizung bedienen kann.

Auch der Betreiber des Wilthener Kabelnetzes – die LKG Lauchhammer, die Telefon, Internet und Fernsehen anbietet – engagiert sich in der Oberlandstadt für eine bessere Internetversorgung. Seit mehreren Jahren nutzt sie Straßenbaumaßnahmen, um Glasfaserkabel in die Erde zu legen. Zum aktuellen Stand des Netzausbaus und derzeit verfügbaren Anschlüssen waren vom Unternehmen trotz mehrerer Anfragen keine Auskünfte zu bekommen.