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Endlich wieder Schulfreunde treffen

Neustart im Corona-Modus: Sächsische.de begleitet die ersten Tage in der Grundschule in Waldheim. Heute: die Schüler Magdalena und Jermain.

Nur fürs Foto dürfen sich Jermain und Magdalena aus der Klasse 4c der Waldheimer Grundschule auf den Tisch setzen. Die Kinder wünschen sich so schnell wie möglich ihren normalen Schulalltag zurück.
Nur fürs Foto dürfen sich Jermain und Magdalena aus der Klasse 4c der Waldheimer Grundschule auf den Tisch setzen. Die Kinder wünschen sich so schnell wie möglich ihren normalen Schulalltag zurück. © Lars Halbauer

Waldheim. Corona – über das Virus haben die Schüler der Grundschule Waldheim in den vergangenen Wochen viel gelernt. Es war Schuld daran, dass sie wochenlang nicht in die Schule duften. Lernzeit zu Hause lautete die Devise. Gefallen hat den Kindern das nicht. Sie würden Corona am Liebsten einfach wegzaubern.

„Wir haben uns riesig gefreut, dass wir wieder in die Schule dürfen“, sagen Magdalena und Jermain wie aus einem Mund. Beide besuchen die Klasse 4c der Walheimer Grundschule. Als Viertklässler durften sie schon einige Tage früher in das Klassenzimmer zurück. „Aber da wurde unsere Klasse geteilt und wir durften die anderen nicht sehen. Das war großer Mist“, sagt Jermain ohne Umschweife. Auch jetzt, wo die Klasse wieder vollständig ist, nervt es den Zehnjährigen, dass er seine besten Kumpels aus der dritten Klasse nicht einmal auf dem Schulhof treffen darf. Auch auf dem Außengelände hat jede Klasse ihren eigenen Bereich. Und die Pausenzeiten sind versetzt.

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Die Zeit der Teilung ihrer Klasse fand auch Magdalena „doof“. Auf den Neustart ab 18. Mai hat sie sich dagegen riesig gefreut. „Ich habe schon drei Tage vorher meinen Ranzen gepackt und konnte es gar nicht erwarten, dass es endlich wieder losgeht.“ Ihre Aufgaben hat sich Magdalena während der Lernzeit zu Hause möglichst gut einzuteilen versucht und täglich etwas erledigt. „Wenn Mama dann abends kontrolliert hat, war ich ganz schön sauer auf mich, wenn ich was falsch gemacht habe“, erzählt die Zehnjährige, die gern einmal Grundschullehrerin werden möchte.

Jermain hat hingegen so viele Aufgaben wie möglich gleich am Anfang erledigt, um sich so ein paar freie Tage zu verschaffen. Aber: „Meine Mutti war manchmal viel strenger als unsere Klassenlehrerin“, erzählt er. Das hat er seiner Lehrerin Silvia Buchwald auch geschrieben. Im Kontakt waren Lehrer und Schüler während der Zeit des Homeschoolings hauptsächlich über das Portal „Antolin“.

Laub rechen statt Sportunterricht

Mathe und Sport sind die Lieblingsfächer des Jungen, der in Reinsdorf wohnt. Sport wird allerdings derzeit nicht unterrichtet. Das bedauert er sehr. Denn auch das Handballtraining in seinem Verein, dem VfL Waldheim 54, findet derzeit nicht statt. „Ich bin aber froh, dass wir in der Sportstunde trotzdem rausgehen und uns bewegen“, sagt er. So haben die Kinder zuletzt im Naturgarten auf dem Schulgelände das Laub gerecht. Dabei und auch sonst im Schulalltag müssen die Mädchen und Jungen zahlreiche Regeln einhalten. Regelmäßiges Händewaschen zum Beispiel und immer wieder Abstand halten. Das sei manchmal ganz schön nervig, sagen die Kinder. „Am ersten Tag haben wir ganz viele Zettel bekommen, die wir unseren Eltern geben mussten“, so Magdalena. Auch sie treibt in ihrer Freizeit Sport. Sie ist Mitglied im Verein „Tanzperlen des Zschopautales“. Dort beginnt das Training gerade wieder in kleinen Gruppen.

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Sowohl Magdalena als auch Jermain sind sich einig: Wenn sie einen Wunsch frei hätten, würden sie das Virus einfach von der Welt verbannen. Magdalena wünscht sich dafür einen Zauberstab. Und Jermain würde einfach eine Corona-Mauer bauen, an der das Virus abprallt. „Und dann ist alles wieder so wie früher.“ – Wenn es doch so einfach wäre...

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