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Döbeln

Endspurt an der B 175-Brücke

Acht Wochen Bauverzug sind bisher aufgelaufen. Ganz beendet ist das Bauvorhaben bei Verkehrsfreigabe noch nicht.

Danny Irmscher versieht den frischen Beton des Notweges auf der neuen Brücke mit dem sogenannten Besenstrich. Auf der anderen Seite der Brücke wird es auch einen Fußweg geben.
Danny Irmscher versieht den frischen Beton des Notweges auf der neuen Brücke mit dem sogenannten Besenstrich. Auf der anderen Seite der Brücke wird es auch einen Fußweg geben. © Lars Halbauer

Döbeln. Bis vor kurzem verkündete noch ein Bauschild an der Brücke B 175 über die Zschopau bei Töpeln, dass das Bauwerk bis Ende des zweiten Quartals 2019 fertiggestellt werden soll. Mittlerweile ist klar: Der Termin kann nicht gehalten werden. Und auch das Bauschild wurde inzwischen abgebaut. Die Brücke wird später fertig. Aber nicht sehr viel später. Etwa acht Wochen Bauverzug sind bisher aufgelaufen..

Grund für die Verzögerung seien witterungsbedingte Einschränkungen zu Beginn des Jahres gewesen. Außerdem hatten bei den Vorbereitungen für den Überbau der Brücke Lieferanten das benötige Material nicht rechtzeitig bereitstellen können, antwortete Lasuv-Pressesprecherin Isabel Siebert auf eine Anfrage des Döbelner Anzeigers. Aktuell sei die Verkehrsfreigabe für Ende August dieses Jahres vorgesehen. Ganz beendet ist das Bauvorhaben aber auch dann nicht.

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Nach der Verkehrsfreigabe muss noch ein Regenrückhaltebecken errichtet werden. Außerdem ist die Behelfsbrücke wieder abzubauen. Sie hat seit Mai vergangenen Jahres gute Dienste geleistet. Der Verkehr wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Allerdings gibt es wegen der Ampelregelung für die Autofahrer längere Wartezeiten.

Die Döbelner Firma Bau Logistik, die mit dem Brückenbau beauftragt wurde, geht jetzt in den Endspurt. Nach Angaben des Lasuv wurden der Überbau betoniert und abgedichtet sowie die Bauwerkskappen betoniert. Gegenwärtig erfolgten die Vorbereitungen zum Errichten der Absturzsicherungen und der Fahrzeugrückhaltesysteme. Im Anschluss an diese Arbeiten folgen die Straßenbauarbeiten. Parallel dazu werden derzeit unterhalb des Brückenbauwerkes die abschließenden Pflaster- und Steinsetzarbeiten durchgeführt.

Der Bau der neuen Zschopaubrücke war im Vorfeld schon einmal verschoben worden. Eigentlich war der Baubeginn für August 2017 geplant. Im Frühjahr vergangenen Jahres wurden dann die Vorbereitungen für den Bau gestartet und im Mai die Behelfsbrücke aufgebaut und mit dem Abriss der alten Brücke begonnen.

Wobei – so alt war die Brücke noch nicht. Der Zustand des im Jahr 1980 errichteten und später schon einmal sanierten Bauwerks war aber so schlecht, dass eine Sanierung nicht infrage kam. Die Festigkeit des Betons war zu gering. Außerdem waren massive Korrosionsschäden an der alten Brücke festgestellt worden. Der Bund lässt sich den Neubau rund 3,3 Millionen Euro kosten.

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