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Endspurt beim Neubau an Bürgerwiese

Die Gymnasiasten lernen ab September in neuen Räumen. Doch die Stadt will noch mehr Platz schaffen.

© Steffen Füssel

Von Peter Hilbert

Die Wände sind noch kahl, eintöniges Weiß bestimmt das Bild. Dennoch genießt es Jens Reichel, als er diese Woche erstmals in seinem fast fertigen Direktoren-Zimmer steht und sich auch schon mal das große Sekretariat anschaut. Der Neubau des Gymnasiums Bürgerwiese ist weit fortgeschritten. Und der Schulleiter freut sich schon auf den Umzug aus dem benachbarten Altbau an der Gret-Palucca-Straße in den schmucken großzügigen vierstöckigen Komplex.

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Direktor Jens Reichel wirft schon eimmal einen Blick in sein fast fertiges künftiges Zimmer. Er freut sich, wie weit der Bau am Gymnasium ist.
Direktor Jens Reichel wirft schon eimmal einen Blick in sein fast fertiges künftiges Zimmer. Er freut sich, wie weit der Bau am Gymnasium ist. © Steffen Füssel

Am 31. Juli wollen die Bauleute die Schule, die Dreifeld-Sporthalle mit ihren 560 Plätzen und die Sportanlagen im Freien übergeben, kündigt Projektleiter Danilo Fritsche vom Hochbauamt an. Rund 26,5 Millionen Euro investiert die Stadt dafür. Am 1. September soll dann im neuen Gymnasium die Schule beginnen. „Vom Fenster aus sehen wir täglich das Außengelände. Der Baufortschritt an den Sportanlagen ist beeindruckend“, sagt Reichel. „Ich staune immer wieder, wie schön das Außengelände wird.“ Jetzt beschäftigen sich der 50-jährige Schulchef und seine Mitarbeiter schon intensiv damit, wie die Räume eingerichtet werden – von den Stühlen bis hin zum Computer. Doch bis die in die Zimmer kommen, bleibt für die Bauleute noch viel Arbeit.

„Für uns hat jetzt der Endspurt begonnen“, sagt Projektleiter Fritsche. 40 Handwerker von 17 Gewerken arbeiten derzeit in den Räumen. Deren Einsatz muss Bauüberwacher Lothar Tränkner genau koordinieren. Das sei für ihn derzeit das A und O. „Wenn der Trockenbauer raus ist, muss der Maler rein. Da darf es keinen Tag Verzug geben“, so der Fachmann. Er muss zudem genau nachsehen, ob die Qualität stimmt. Schließlich wäre es ein Drama, wenn in der neuen Schule bei laufendem Betrieb noch nachgearbeitet werden müsste. „So schaue ich nach, ob das Material in Ordnung ist und der Trockenbauer die Wände richtig verspachtelt hat, bevor der Maler kommt“, nennt Tränkner zwei Beispiele.

Im neuen Gymnasiums ist derzeit der Innenausbau in vollem Gange. Der Trockenbau ist weitgehend abgeschlossen. Derzeit werden Fliesen und Fußbodenbeläge verlegt sowie die Treppen fertiggestellt. Außerdem werden die letzten der markanten blauen Platten an der Fassade montiert. „Das Dunkelblau ist die Grundfarbe, die bewusst gewählt wurde“, erläutert Architekt Falk Schubert. Sie ist auch im Inneren sichtbar, so an Türrahmen im Erdgeschoss. Für andere Etagen wurden aber auch andere Farben eingesetzt: Grün, Rot und Hellblau. Das erleichtert die Orientierung in der großen Schule. Denn die Klassenstufen werden entsprechend der Farben als Team Rot, Grün oder Blau bezeichnet, erklärt Direktor Reichel. Die letzten Fassadenarbeiten werden in den nächsten Wochen abgeschlossen. Nach Ostern sollen alle Gerüste gefallen sein. Ab Ende Juni werden dann die Möbel eingeräumt.

In der Turnhalle ist die Unterkonstruktion des Sportbodens fertig. Eingebaut wird jetzt die Fußbodenheizung, sodass Fußbodenleger danach den Linoleumbelag aufbringen können. Letztlich werden noch Trenn- und Prallwände eingebaut. Weitgehend fertiggestellt ist der Unterbau der Sportfreianlagen, so Projektleiter Fritsche. Angelegt wurden eine Laufbahn sowie ein Bolz- und ein Beachvolleyballplatz. Ab Mai werden noch eine Asphaltschicht und darüber der Kunststoffbelag aufgebracht.

Mit 750 Schülern soll der Unterricht im Neubau an der Bürgerwiese starten. Platz ist für 960 Gymnasiasten. Doch die Stadt plant, dass an dem Standort insgesamt 1.300 Schüler unterrichtet werden können. Ist der Altbau an der Gret-Palucca-Straße geräumt, sollen deshalb die Handwerker im September mit der Sanierung beginnen, erläutert Direktor Reichel. Der städtische Bauträger Stesad wird die acht Millionen Euro teuren Arbeiten leiten. Im Sommer 2016 soll der Altbau saniert sein.