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Endspurt in Weißwassers neuer Eisarena

Sachsens Ministerpräsident besucht heute den Neubau. Der ziert künftig auch Münzen.

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Von Sabine Larbig

Das Thermometer zeigt 29 Grad. Gerd Mirle – der im Außengelände der neuen Eisarena von Weißwasser 23 Fahrradständer montiert – ist schweißgebadet. Zeit zum Ausruhen im Schatten hat der Nadebor-Mitarbeiter kaum. Sein Zeitplan ist so eng wie der all jener Firmen, die noch Hand in Hand am Neubau arbeiten. Am 13. August ist endgültige TÜV-Abnahme des Baus, der zehn Tage später mit Stadtfest eingeweiht wird. „Der Bau liegt im Plan und bisher funktioniert alles. Aber es gibt noch viele Restarbeiten“, so Oberbürgermeister (OB) Torsten Pötzsch gestern beim Rundgang durch das rund 16 Millionen Euro teure Objekt. In seinem Inneren herrscht Kühle – dank der ersten Eisschicht. Auf die tragen Experten gerade Spiellinien und Werbung auf. Sobald sie fertig sind, entstehen weitere fünf Zentimeter Eis: die Spielfläche.

Wie in einem gut gekühlten Bienenstock geht es zurzeit in der Eisarena in Weißwasser zu. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren und liegen im Plan. Foto: André Schulze
Wie in einem gut gekühlten Bienenstock geht es zurzeit in der Eisarena in Weißwasser zu. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren und liegen im Plan. Foto: André Schulze

Die Kühle wird heute auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich als angenehm empfinden, wenn er den Neubau besucht und den Füchsen beim Training zuschaut. Immerhin investiert der Freistaat Sachsen knapp zehn Millionen Euro in den Neubau. Klar, dass der erste Mann im Freistaat sich persönlich ein Bild davon machen will, wie Weißwasser das Geld anlegt und verbaut.

„In den nächsten Tagen kommen Plexiglasscheiben hinter die Spielerbänke“, erläutert indes OB Pötzsch. Eine ungeplante Änderung, weil sich die Schrägdächer als ungünstig erwiesen und spiegeln. In Absprache mit bundesweiten Fanclubs erhalten zudem einige Sitzplätze neue Standorte. Zur Platzoptimierung. Gearbeitet wird auch noch an Elektrik, Außenbereich, Balkon und Innenausstattung. Eine Baustelle in der Baustelle ist auch die Gaststätte „Fuchsbau“ samt Traditions- und VIP-Bereich. Hier härtet der Fußboden gerade aus. Doch kommende Woche beginnt der Einbau von Küche und Möbeln.

„Unsere neue Vitrine zur Ausstellung der Pokale wird leider zur Hallenweihe nicht fertig“, bedauert Andreas Friebel, Pressesprecher Eissport Weißwasser. Zum ersten Heimspiel am 13. September sei sie aber aufgebaut. Fast fertig sind dagegen Büros, Schlittschuhausleihe, Sanitärbereiche, Funktionsräume und Spielerkabinen im Kellergeschoss der Eisarena. Die sechs Kabinen für den Nachwuchs, die drei Gästekabinen und die Kabine der Lausitzer Füchse zieren spezielle Möbel. Ursprünglich sollte der Nachwuchs spartanische Haken und Bretter erhalten. „Da haben die jungen Spieler aber keinen Platz für ihre Sachen, weshalb wir uns kurzfristig für Möbel und somit auch Mehrausgaben entschieden“, erklärt der Stadtchef.

Begeistert von der neuen Halle sind schon Ralf Hartleb, Marktbereichsleiter Weißwasser/Niesky der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, und Michael Knippschild von der Europäische Münzen und Medaillen (Euromint) GmbH. Sie präsentierten gestern eine Münzsonderprägung, die Sparkasse und Euromint – in Zusammenarbeit mit Stadt und Eissport Weißwasser – zur Einweihung der Eisarena herausgeben. „Eishockey und Eishalle haben auch in Zukunft weit über die Region eine große Bedeutung“, begründet Hartleb die Herausgabe der Münzen in Feinsilber für 45 Euro und in Feingold für 799 Euro. „Wir hoffen, dieser emotionale Erinnerungswert kommt gut an“, so Knippschild. Die Silbermünzen verkaufen ab sofort die Sparkassen-Hauptfilialen Weißwasser, Niesky, Görlitz. Goldmünzen gibt es auf Bestellung.