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Energie sparsam und sinnvoll einsetzen

Der Gemeinderat Rietschen beschloss den Jahresplan 2019 des European Energy Award und vergab Leistungen für das Bauvorhaben am Erlichthof.

Das Sanitärgebäude an den Busstellplätzen des Parkplatzes am Erlichthof nimmt sichtbar äußerlich Gestalt an. Nun steht der Innenausbau des Gebäudes an.
Das Sanitärgebäude an den Busstellplätzen des Parkplatzes am Erlichthof nimmt sichtbar äußerlich Gestalt an. Nun steht der Innenausbau des Gebäudes an. © Foto: Rolf Ullmann

Rietschen. Energie zu sparen, die vorhandenen Ressourcen sparsam und sinnvoll einzusetzen sowie einen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz zu leisten – das sind Ansprüche, die an jede Kommune ständig gestellt werden. Um diese Prozesse zu steuern und untereinander vergleichbar zu machen, wurde der European Energy Award (EEA) als ein internationales Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument für den kommunalen Klimaschutz gegründet. 

Im Mai 2011 fasste der Gemeinderat Rietschen den Beschluss, sich an diesem Programm zu beteiligen. Unter dem Motto „Wir gestalten mit Energie“ werden seit 2012 in der Gemeinde Rietschen Vorhaben umgesetzt, die auf den bewussten und effizienten Umgang mit Energie abzielen. Umwelt- und Klimaschutz soll eine ständige Aufgabe in der Arbeit der Gemeindeverwaltung und beim Einbeziehen der Bürger sein. Einen ersten großen Erfolg auf diesem Weg konnte Rietschen bereits im Jahr 2017 für sich verbuchen, als die Gemeinde mit dem European Energy Award (EEA) in Gold, der höchsten Auszeichnung, geehrt wurde. In wenigen Wochen steht die Kommune vor der Aufgabe, diese Auszeichnung bei einer erneuten Prüfung, dem jährlichen sogenannten ReAudit, erfolgreich zu verteidigen. Um dafür gerüstet zu sein, fasste der Gemeinderat in seiner ersten Sitzung den Beschluss über den Jahresplan 2019 im Rahmen des Awards. Zuvor stellte Robert Michler in seiner Funktion als Energieberater in der Gemeinde den Bericht zum Jahr 2018 vor. Im Verlauf von vier Beratungen präzisierte die Arbeitsgruppe des EEA-Teams gemeinsam mit Robert Michler die Aufgaben innerhalb der 45 geplanten Maßnahmen in der Gemeinde. 20 Vorhaben waren davon terminlich gebunden und weitere 25 Maßnahmen entfielen auf fortlaufende Vorhaben.

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Daran anknüpfend beschloss der Gemeinderat für das Jahr 2019 insgesamt 43 Maßnahmen, davon 18, die mit einem Termin verknüpft sind. Darin enthalten sind unter anderem die beiden größten Bauvorhaben in der Gemeinde, nämlich der Umbau und die Sanierung des Kinos in Rietschen bis zum Dezember 2020 sowie der Umbau der Kita „Kleine Strolche“ in Rietschen, die auch einen Anbau erhalten soll. Hier ist die Fertigstellung im Frühjahr 2021 geplant. Um die Sicherheit für Radfahrer, Fußgänger und nicht zuletzt für die Schulkinder zu erhöhen, soll zum einen die Bushaltestelle in Daubitz von der Hauptstraße in eine Nebenstraße verlegt werden. Außerdem ist die Schaffung eines Gehweges, der auch durch Radfahrer genutzt werden kann, geplant. Nach den erforderlichen Planungsleistungen, dem Grunderwerb und nicht zuletzt der Sicherung der Finanzierung soll dieses Vorhaben im Verlauf des Jahres 2022 realisiert werden. Die Indienststellung eines Elektromobils für die Gemeindeverwaltung sowie die Verbesserung der Entwässerung im Bereich der EMA stehen schon jetzt auf der Habenseite des Programmes für 2019.

Die Gemeinderäte gaben im Verlauf ihrer Sitzung einstimmig grünes Licht für die Vergabe eines weiteren Loses für die Fortsetzung der Bauarbeiten an der Toilettenanlage am Parkplatz vor dem Erlichthof Rietschen. Im Rohbau ist das Gebäude, das sich unmittelbar an den Aufstellplätzen für die Reisebusse befindet, nahezu fertiggestellt. Nun ist es an der Zeit, zügig mit dem erweiterten Rohbau zu beginnen, damit diese Anlage den Besuchern möglichst bald zur Verfügung steht. Die Gemeinderäte erteilten durch ihren Beschluss den Zuschlag an das Unternehmen Miethe Bau GmbH.

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