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Döbeln

Energieversorgung auch in der Corona-Krise sicher

Bei Strom, Wasser, Gas gibt es keine Engpässe. Obwohl die meisten Mitarbeiter gar nicht in ihren Büros sind.

In der Krise hat Stadtwerke-Chef Gunnar Fehnle sein Team geteilt. Damit ist immer eine Mannschaft vor Ort, um den Betrieb zu sichern.
In der Krise hat Stadtwerke-Chef Gunnar Fehnle sein Team geteilt. Damit ist immer eine Mannschaft vor Ort, um den Betrieb zu sichern. © Dietmar Thomas

Döbeln. Strom, Gas, Wasser – trotz der Corona-Krise ist die Versorgung in der Region Döbeln gesichert. Das betonten die Stadtwerke, EnviaM und Mitgas sowie Veolia. Doch normal läuft der Betrieb dort nicht.

Die Stadtwerke Döbeln arbeiten ​in zwei getrennten Teams.

​Stadtwerke-Chef Gunnar Fehnle hat sein Team getrennt. Und will damit sicherstellen, dass im Fall der Fälle immer eine Mannschaft einsatzfähig ist, um die Versorgung in der Region zu sichern. Seit Montag arbeiten die Stadtwerke nach diesem Verfahren. Der eine Teil der Mannschaft ist normal im Einsatz, um die Versorgung zu gewährleisten und bei Störungen einzugreifen. Das Netz und die Sicherheit stehen dabei im Vordergrund. Auf Marketingmaßnahmen sowie größere Investitionen werde derzeit verzichtet.

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„Der andere Teil des Teams ist in häuslicher Quarantäne und in Rufbereitschaft“, erklärte Fehnle. Nach zwei Wochen soll gewechselt werden, ohne dass es einen Kontakt zwischen den beiden Teams gibt. Zuvor werde die Zentrale in Döbeln ausreichend desinfiziert. nach 14 Tagen wäre auch der Zeitraum einer notwendigen häuslichen Quarantäne abgedeckt, wenn im Team der Stadtwerke ein Infektionsfall auftreten sollte. Personen, die eine Schlüsselfunktion im Unternehmen haben, sollen sich besonders schützen, so der Chef. Sie sind über den gesamten Zeitraum im Homeoffice tätig. Nach derzeitigem Stand soll zunächst vier Wochen, bis nach den Osterferien, so verfahren werden. 

Sollten die Maßnahmen vom Gesetzgeber weiter verlängert werden, dann werde das Modell so fortgeführt. „Die Versorgung ist abgesichert. Es braucht sich keiner Gedanken zu machen“, betont Fehnle. Der Chef selbst sei rund um die Uhr für seine Mitarbeiter zu erreichen. Das Kundenbüro der Stadtwerke ist geschlossen. Anfragen können per Telefon oder via Mail gestellt werden.

Wasserqualität und Reinigung des Abwassers sind sichergestellt.

Auch die Mitarbeiter der Veolia Wasser Deutschland GmbH arbeiten momentan von zu Hause aus, so Unternehmenssprecherin Tina Stroisch. „Im Notfall können sie den Betrieb der Trinkwasser- und Abwasseranlagen über das Fernwirksystem im Homeoffice überwachen“, so Stroisch weiter. „Keiner braucht sich zu sorgen. Veolia hat alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sowie die Reinigung der Abwässer zu sichern – auch in Zeiten der Corona-Epidemie“, versichert Stroisch.

Das Unternehmen sichert im kommunalen Auftrag die Trinkwasserversorgung und Abwasserreinigung in der Region. „Vor-Ort-Kontrollen und notwendige Arbeiten auf Anlagen erfolgen aktuell bereits von getrennten, unabhängig voneinander agierenden Teams“, informierte die Sprecherin weiter. Reduziert wurde auch der direkte Kontakt zwischen den Mitarbeitern. In der Kommunikation werde nun auf Video- und Telefonkonferenzen gesetzt. Damit solle verhindert werden, dass im Ernstfall viele Personen auf einmal unter Quarantäne gestellt werden müssen.

Im Notfall sei auch geregelt, dass Mitarbeiter von anderen Standorten des Unternehmens aushelfen und zum Beispiel Wasserproben entnehmen, Ablaufwerte messen oder Chemikalien nachfüllen sowie Maschinen reparieren, reinigen oder warten. Die Mitarbeiter sowie externe Dienstleister wurden zudem darüber belehrt, die Hygienemaßnahmen einzuhalten sowie ausnahmslos die vorgeschriebene persönliche Schutzkleidung zu tragen.

Auch die Veolia hat die Kundenbüros in Döbeln und Leisnig geschlossen. Anfragen sind sowohl telefonisch als auch per E-Mail nach wie vor möglich.

Betrieb bei EnviaM und MitGas kann auch bei Quarantäne weiter gehen.

Bis auf die Schließung der Servicefiliale gibt es derzeit keine Einschränkungen für die Kunden von EnviaM und Mitgas. Darüber informierte Sprecherin Cornelia Sommerfeld. EnviaM ist für die Stromversorgung in Hartha, Kriebstein, Leisnig, Ostrau, Waldheim Großweitzschen und dem Striegistal zuständig. Mitgas versorgt Hartha, Leisnig, Roßwein, Striegistal und Waldheim mit Gas. „Für einen großen Teil unserer Mitarbeiter ist das Arbeiten von Zuhause aus möglich, so dass der Geschäftsbetrieb auch im Fall einer Quarantäne weitergeführt werden kann“, betont Sommerfeld. Auch dann gelten die entsprechenden Notfallpläne, mit denen die Unternehmen in der Lage seien, den Betrieb der Strom- und Gasnetze aufrecht zu erhalten.

Die Arbeit im Homeoffice bedeutete für die Unternehmen keine große Umstrukturierung. Denn laut Sprecherin Cornelia Sommerfeld hatte schon im Vorfeld der Corona-Krise weit über die Hälfte der Mitarbeiter die technischen Möglichkeiten dazu, unabhängig vom Coronavirus. Neben der Verlegung der Arbeit auf zu Hause wurden die Mitarbeiter auch angewiesen, keine Geschäftsreisen mehr in Risikogebiete zu unternehmen. Auch Treffen mit Geschäftspartner aus diesen Regionen sind verboten. Gibt es Gesprächsbedarf, dann werden dafür Telefon- und Videokonferenzen genutzt.

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