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Wirtschaft

Energiewende rückt in unsere Keller vor

Der Staat will den Austausch alter Ölheizungen belohnen. Das klingt nach einer sinnvollen Abwrackprämie. Ein Kommentar.

© dpa/SZ

Bisher war die Energiewende vorwiegend ein Thema für Kraftwerker und Kohlekumpel: Im Jahr 2022 wird das letzte Kernkraftwerk in Deutschland abgeschaltet, 2038 das letzte Kohlekraftwerk – wahrscheinlich Boxberg in Sachsen. Doch jetzt rückt der Ausstieg auch in die privaten Heizungskeller vor: Ab 2026 sollen möglichst keine neuen Ölheizungen mehr angeschlossen werden. Was dann?

In Sachsen haben rund 260.000 Wohnungen eine Ölheizung. Wer seinen Kessel in den 90er-Jahren aufstellen ließ, hat ihn bald 30 Jahre und muss ohnehin auf eine Modernisierung sparen. In Neubauten sind Ölheizungen schon nicht mehr üblich. In kleinen Schritten kommen wir dem Klimaschutz etwas näher und verringern die Abhängigkeit von Ölstaaten.

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Doch Gas ist wie Öl ein fossiler Brennstoff mit CO2-Ausstoß, und auf Holzpellets kann auch nicht ganz Deutschland umstellen. Schornsteinfeger und Energieberater können den Hausbesitzern sagen, ob sich auf ihrem Grundstück Wärmepumpen oder auch Heizkessel in Kombination mit Solartechnik lohnen.

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Der Tankwagen kommt allerdings auch in Zukunft aufs Dorf. Das geplante Gesetz soll zwar das Klima stabilisieren, aber nichts Unmögliches von Hausbesitzern außerhalb der Städte verlangen. Wo keine Gas- oder Fernwärmeleitungen in der Nähe sind, bleibt Öl erlaubt. Wer ohnehin einen neuen Kessel für rund 8.000 Euro anschaffen muss, kann bald mit 40 Prozent Zuschuss rechnen. Das klingt nach einer sinnvollen Abwrackprämie.

E-Mail an Georg Moeritz

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