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Neue Masche bei Enkeltrick in Corona-Zeiten

Betrüger schrecken selbst in dieser angespannten Zeit nicht davor zurück, an das Geld anderer Leute zu kommen.

Den sogenannten Enkeltrick versuchen Betrüger jetzt mit einer neuen Masche: Sie täuschen Hilfsbereitschaft vor.
Den sogenannten Enkeltrick versuchen Betrüger jetzt mit einer neuen Masche: Sie täuschen Hilfsbereitschaft vor. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mit einer neuen Masche wenden sich Ganoven jetzt an vorwiegend ältere Menschen und bieten ihnen Hilfen beim Einkauf an. Doch die Absicht ist alles andere als Hilfsbereitschaft.

Andrea Werner aus Görlitz berichtete der SZ, dass ihre Eltern, beide um die 80 Jahre alt, am Dienstagmorgen von ihrer vermeintlichen Nichte angerufen wurden. Die Frau kündigte ihren Besuch bei Tante und  Onkel an, um ihnen in diesen schwierigen Zeiten beizustehen und  zu fragen, ob sie für die beiden die notwendigen Einkäufe und sonstigen Besorgungen machen sollte. Die älteren Leute sollten ja als Risikogruppe nicht mehr so oft die Supermärkte aufsuchen. Sie könnten die  Vorräte auch nicht alleine schleppen,  sagte die Frau am Telefon.

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Doch Andrea Werners Eltern beendeten das Gespräch und legten auf. "Ich kann zwar nur spekulieren, dass die Betrüger an das Geld für die Einkäufe kommen wollten", sagt Frau Werner und vermutet, dass es sich bei dieser Masche um den bekannten Enkeltrick in Abwandlung handelt.  Die Görlitzerin wandte sich an die SZ, um zu warnen,  "damit nicht Betrüger die Verunsicherung und Isolation von Senioren ausnutzen", sagt sie.

Besonnen reagieren

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Senioren, denen jetzt per Telefon Hilfe beim Einkaufen angeboten wird, sollten ähnlich wie beim Enkeltrick vorsichtig sein und das Angebot nur von Menschen annehmen, die sie wirklich kennen, rät Frau Werner. Besser ist es auf jeden Fall, selbst telefonisch bei Verwandten und Bekannten um Hilfe zu bitten. Denn dann weiß man genau, welcher Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung spricht.

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