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Ensemble-Vielfalt im Konzert

Majestätisch erklingt die Orgel zur Eröffnung des Konzertes. Der Spieler ist Schüler der Großenhainer Musikschule und einer von knapp 100 Mitwirkenden beim mittlerweile in schöner Regelmäßigkeit in der...

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Von Stefan Jänke

Majestätisch erklingt die Orgel zur Eröffnung des Konzertes. Der Spieler ist Schüler der Großenhainer Musikschule und einer von knapp 100 Mitwirkenden beim mittlerweile in schöner Regelmäßigkeit in der Großenhainer Marienkirche stattfindenden Advents-Konzert der landkreis-getragenen Musik- und Kunstschule.

Eine lange Warteschlange am Kirchenportal

So hoch die Zahl der jungen und jugendlichen Mitwirkenden war, so enorm war auch der Publikumsandrang. Wiederum konnte man ein lange Warte-Schlange am Kirchenportal beobachten. Mit einem im Vergleich zu anderen Jahren gestrafften Programm (kein Blasorchester, kein Klarinettenensemble) gestalteten die Musikschüler gemeinsam mit ihren Lehrern 90 Minuten zu einem geringen Teil adventliche, überwiegend aber weihnachtliche Musik. Die Vielfalt der zum Einsatz kommenden Ensembles reichte dabei vom Streichorchester über die Kammermusikgruppe und die Nachwuchsstreichergruppe über verschiedene Querflöten-Gruppen bis hin zu Gesangsensemble und Blechbläser-Ensemble.

Seit dem späten Vormittag wurde in der Marienkirche aufgebaut und geübt, doch trotz aller Vorbereitung: wenn man als Nachwuchstalent vor einem so großen Auditorium spielt, ist man als automatisch aufgeregt. Nichtsdestotrotz gelangen den Musikschülern ihre Vorträge durchweg gut. Und das Publikum war natürlich wohlwollend und bedachte die Akteure mit regem Beifall. Internationale Folklore, barocke Concerti, Bläsermusik der Renaissance und anderes boten Solisten wie auch Ensembles der Bildungseinrichtung gute Möglichkeiten, das mit viel Geduld und Einsatz Eingeübte zu demonstrieren.

Besondere Beachtung verdient die Nachwuchsstreichergruppe, die sich unter Leitung von Sibylle Schulz an anspruchsvollere Musik als sonst (Georg Friedrich Händels „Tochter Zion“ und eine hübsches Arrangement von „Jingle Bells“) herangewagt hatte und diese auch sehr schwungvoll und beherzt umsetzte. Schöne Projekte sind immer wieder gemeinschaftlich von mehreren Instrumentengruppe vorgetragene Stücke. Bei „O Tannenbaum, du trägst ein' grünen Zweig“ begleitete beispielsweise die Kammermusikgruppe das Gesangsensemble. Es wäre schön, davon bei vergleichbaren Gelegenheiten mehr zu hören, zu mal es der räumliche Rahmen in der Marienkirche durchaus hergibt, viele Akteure auf der „Bühne“ zu vereinen.

„Alle Jahre wieder“

gemeinsam zum Schluss

Eine schöne Geste ist es, am Ende mit dem Publikum ein Lied anzustimmen. Wermutstropfen war, dass der Instrumentalsatz des zu diesem Zwecke vorgesehenen „Alle Jahre wieder“ viel zu hoch war, um den Publikumsgesang zu fördern.