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Enso will Fernwärme-Netz in Königswartha ausbauen

Das Heizwerk ist jetzt auch zur Stromerzeugung da. Die Investition lohne sich – bald sogar für noch mehr Kunden.

Von Kerstin Fiedler

Technische Vorbetrachtungen sollen zeigen, ob es lohnt, in Königswartha weitere Häuser an die Heiztrasse anzuschließen. Das war wohl die größte Neuigkeit, die Gunnar Schneider von der Energieversorgung Sachsen Ost (Enso) dem Gemeinderat Königswartha jetzt berichten konnte. Voraussichtlich am 25. Februar wird es einen Tag der offenen Tür im Heizwerk Königswartha geben, bei dem die Interessenten nicht nur den erfolgten Umbau besichtigen können, sondern auch mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen können.

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Im Jahr 2012 hat die Enso die Wärmeversorgung für Königswartha übernommen. Bisher war die Versorgungsgesellschaft dafür zuständig, die jedoch ihren Großkunden keinen solchen Preis anbieten konnte, um sie auch zu halten. Es bestand die Gefahr, dass Wohnungsgenossenschaft und das DRK mit dem Altenpflegeheim abspringen, um eigene Wege zu gehen. Mit der Übernahme durch die Enso gab es gleich mehrere positive Effekte: Die Enso konnte durch ihre Verbindungen und als Großabnehmer Personalkosten senken und weniger für Erdgas bezahlen. Das bedeutete, dass die Kunden rund 20 Prozent weniger für ihre Wärme bezahlen mussten. So blieben über 40 Kunden angeschlossen. Da nur ein Pachtvertrag für das Heizwerk bis 2021 geschlossen wurde, hat auf der anderen Seite die Versorgungsgesellschaft jetzt sichere Pachteinnahmen von 50 000 Euro im Jahr.

Die Enso begann auch gleich zu investieren, es wurde repariert und erneuert: 2012 an Trassen und Pumpen, 2013 wurden die Leittechnik erneuert sowie Trassen und Bauwerke saniert. Gerade die Leittechnik bringt Vorteile, weil die Standleitung bis nach Bautzen geht, sodass schnell reagiert werden kann, wenn auf der Trasse etwas nicht funktioniert. 2014 entstand das Blockheizkraftwerk, das nun neben der Wärme auch Strom erzeugt. Rund 800 000 Euro hat das gekostet. In diesem Jahr werden nun einige Umbauten nötig, wenn ein weiterer Neubaublock abgerissen wird – diesmal am Kastanienring.

Bei der Ortsnetzerweiterung werden derzeit 70 Anschlussobjekte in acht Projekten von neun Straßen betrachtet. Es geht vor allem um Bereiche, die nahe des Heizwerks liegen. Die Enso untersucht auch, wie viel Kunden sie braucht, damit dieses Vorhaben wirtschaftlich ist.

Tag der offenen Tür im Heizwerk an der Neudorfer Straße voraussichtlich am 25. Februar, 16.30 Uhr.

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