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Entscheidung zur Hofewiese verzögert sich

Das historische Gebäude in der Heide soll verkauft werden. Wegen ungeklärter Probleme wartet Langebrück noch ab.

Von Thomas Drendel

Die Entscheidung zum Verkauf der Gaststätte Hofewiese in der Dresdner Heide verzögert sich um einige Wochen. Nach Angaben des Langebrücker Ortsvorstehers Christian Hartmann (CDU) hat die Stadtverwaltung Dresden wie vereinbart von den 20 Kaufinteressenten den aus ihrer Meinung geeignetsten Kandidaten ausgewählt. „Ich habe dieses Angebot auf meinem Schreibtisch liegen, werde mich dazu aber noch nicht äußern“, sagte er. Ursprünglich war vorgesehen, über das Papier im Juni zu entscheiden und dann dem Stadtrat zur endgültigen Abstimmung vorzulegen. „Wir warten jetzt noch darauf, dass die Probleme mit dem Gänsefuß und dem Abwasser geklärt werden. Es bringt uns nichts, wenn wir über den Käufer jetzt entscheiden, der aber dann vielleicht mit der vorgesehenen Variante der Abwasserversorgung nicht leben kann“, sagte Christian Hartmann.

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Beim Thema Gänsefuß geht es um den geplanten Abriss der Asphaltdecke zwischen der Hofewiese und der Radeberger Landstraße. Sie soll nach Plänen von Sachsenforst dort verschwinden. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist die Straße ein vom Forst genutzter Wirtschaftsweg. Er soll deshalb wie andere solche Verbindungen ausgestattet werden. Statt Asphalt soll dort auf einer Länge von 1,2 Kilometern eine Sanddecke aufgebracht werden. Die Arbeiten erfolgen als Ausgleich für mehrere Verkehrsbauvorhaben in der Stadt Dresden. Kosten: rund 90 000 Euro. Nach Angaben von Christian Hartmann wird die Verbindung von vielen Freizeitradlern vor allem am Wochenende genutzt. Außerdem könnte gegebenenfalls Anlieferverkehr zur Hofewiese erfolgen. Langebrück war deshalb strikt gegen einen Rückbau der Asphaltschicht und hat sich mit einem entsprechenden Beschluss an die Stadt gewandt. Seitdem liegt das Vorhaben auf Eis.

Beim Thema Abwasser geht es um die Art der Entsorgung. Vor einigen Jahren noch war der Bau eines sehr teuren Kanals gefordert worden. Jetzt sind dezentrale Varianten vorgesehen. Im Gespräch sind biologische Kläranlagen. Die sollen selbst bei einem Betrieb als Gaststätte ausreichend sein. „Erst wenn genau feststeht, wie es hier weitergeht, werden wir in Langebrück entscheiden. Voraussichtlich wird das auf der Sitzung des Ortschaftsrates am 22. Juli sein“, sagt der Ortschef.

Die Stadt Dresden hatte die Hofewiese zu Beginn des Jahres zum Kauf angeboten. Der Kaufpreis der Immobilie soll unter 26 000 Euro liegen, da das Gebäude in einem sehr schlechten Zustand ist. Elektrik und Heizung sind durch Randalierer komplett zerstört. Teilweise sind auch Zimmerdecken eingebrochen. Die Hofewiese war im März 2013 geräumt worden. Die damaligen Nutzer vom Verein Erster Sachsenbund zu Dresden mussten das Gelände nach einem Gerichtsurteil verlassen. Auflagen für einen Verkauf hatte Langebrück nicht erteilt. Deshalb muss nicht zwingend wieder eine Gaststätte entstehen. Der Erhalt des historisch bedeutenden Gebäudes steht an erster Stelle, heißt es.