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Entschleunigen mit zwei PS

Ach ja, auch das Landstreicher-Dasein ist heutzutage nicht mehr das, was es mal war. Vor allem wenn es mich vom Land in die Stadt verschlägt, lasse ich mich schnell mal von der Hektik um mich herum anstecken.

Ach ja, auch das Landstreicher-Dasein ist heutzutage nicht mehr das, was es mal war. Vor allem wenn es mich vom Land in die Stadt verschlägt, lasse ich mich schnell mal von der Hektik um mich herum anstecken. Ich sage nur stressige Parkplatzsuche in der Innenstadt und Menschenmassen im Einkaufszentrum. Und im Zeitalter der modernen Medien, wo alles immer schneller wird, fühle auch ich mich manchmal getrieben. Man hat ja schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn das Smartphone nicht 24 Stunden griffbereit und man nicht ständig online ist. Aber muss das sein? Freilich ist es nett, wenn mich Facebook an den Geburtstag von Bekannten und Kollegen erinnert. Aber ich muss nicht über jede ihrer Wochenendaktivitäten informiert sein und auch nicht jedes Ereignis kommentieren.

Und deshalb genieße ich die Momente ganz besonders, wenn ich einfach nur ein Landstreicher sein kann. Wenn ich die Landschaft mit Wäldern und grünen saftigen Wiesen genießen kann, durch beschauliche Dörfer komme und Leute treffe, die sich nicht immer nur hetzen lassen. Wie jenen Mann, der vorgestern Mittag mit einer kleinen Pferdekutsche auf dem Radweg an der B 6 ganz gemütlich von Kubschütz in Richtung Hochkirch zuckelte... Ihr Landstreicher

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