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Gerüchte um Corona-Prämie

In einigen Firmen gibt es Sonderzahlungen. Auch beim Abfallzweckverband? Nein, sagt der – und widerspricht anders lautenden Behauptungen.

Ein Sperrmüllcontainer auf dem Wertstoffhof des ZAOE in Groptitz.
Ein Sperrmüllcontainer auf dem Wertstoffhof des ZAOE in Groptitz. © Eric Weser

Region. Die Müllentsorgung in der Region hat auch während der Zeit der schärfsten Corona-Beschränkungen funktioniert. Dafür haben auch die Mitarbeiter von Entsorgungsfirmen wie Remondis oder Nehlsen gesorgt. Diese werden im Auftrag des Zweckverbands Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE) tätig, der die Müllentsorgung im Gebiet der Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge organisiert. Unter anderem betreibt der ZOAE auch Wertstoffhöfe wie in Groptitz.

Dass der ZAOE seinen Beschäftigten eine Corona-Prämie gezahlt haben soll, machte jetzt die Runde unter Mitarbeitern einer vom ZOAE beauftragten Entsorgungsfirma. Einmalig 1.000 Euro soll der Zweckverband seinem Personal demnach ausbezahlt haben – das wollen die Mitarbeiter des Dienstleisters aus dem Munde von ZAOE-Kollegen gehört haben.

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Bei Mitarbeitern, die täglich Müll abholen, sorgte die Aussage für Irritationen. Sie verweisen darauf, dass sie im Gegensatz zu den ZAOE-Mitarbeitern auch während der Pandemie stets unterwegs gewesen seien - während etwa die Wertstoffhöfe des Zweckverbands zeitweise geschlossen waren. Man selbst habe keine Prämie erhalten, so ein Mitarbeiter, der weder den Namen seines Arbeitgebers noch seinen eigenen veröffentlicht sehen will.

Dank an Mitarbeiter

Auf SZ-Nachfrage dazu heißt es allerdings aus der Zweckverbands-Geschäftsstelle in Radebeul, es "entspreche nicht den Tatsachen, dass Mitarbeiter des ZAOE eine Sonderzahlung im Zusammenhang mit der Corona-Situation erhalten haben." Auch sei so etwas nicht geplant.

Die Zahlung einer Corona-Prämie hatte es in anderen Unternehmen indes durchaus gegeben. Beispielsweise hatte das Riesaer Stahlunternehmen Feralpi seinen Mitarbeitern nach eigenen Angaben im Mai eine solche Sonderzahlung von 400 Euro zukommen lassen – als Dank für die engagierte Arbeit während der Krise, wie es von der Firmenleitung hieß. Auch in den Elblandkliniken hatte es einen Bonus von bis zu 500 Euro gegeben, mit der die Klinikführung bei den Mitarbeitern für das "Durchhaltevermögen in der aktuellen Corona-Krise" bedankte. (SZ)

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