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Er behält auch in schwierigen Lagen einen klaren Kopf

Die SZ lässt die Adventskerze von Tür zu Tür wandern. Heute zu THW-Helfer Maik Bergner aus Glashütte.

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Von Franz Herz

Zu Maik Bergner geht heute die SZ-Wanderkerze zum Advent. Jürgen Richert, Werkstattmeister beim Kfz-Service Pötzsch, hat sie ihm zukommen lassen. Er kennt den Helfer des Technischen Hilfswerks (THW), weil er in der Werkstatt manchmal die Fahrzeuge des THW wartet. Richert ist beeindruckt von dem Engagement der Helfer.

Bergner zündet die Kerze wahrscheinlich in den Räumen des THW in Dippoldiswalde an. Hier ist er Zugführer und leitet 36 andere THW-Angehörige. Er hat 2004 den Ortsverband Dippoldiswalde des Technischen Hilfswerks mit gegründet. Damals stand Bergner noch unter dem Eindruck des Augusthochwassers 2002. Seinerzeit hat er die THW-Arbeit kennengelernt. Es hat in Glashütte viel geholfen.

Später hat er vor der Gründung des Ortsverbands Dippoldiswalde an einer Infoveranstaltung teilgenommen und sich zum Mitmachen entschlossen. Als gelernter Heizungs- und Lüftungsbauer brachte er auch technisches Verständnis mit.

Beim THW hat er verschiedene Ausbildungsstufen durchlaufen. „Dabei spielte auch immer die Psychologie eine wichtige Rolle“, berichtet er. Er muss sowohl mit den Opfern umgehen können, als auch bei seinen Helfern die richtigen Leute für die Aufgaben finden.

Heute ist Bergner Leiter des Zugs mit 36 Mann. Dafür hat er vergangenes Jahr die Ausbildung absolviert. „Das war schon hart“, erinnert er sich. Von 8 bis 23Uhr ging die Ausbildung. Dann wurden sie schon um 4Uhr früh wieder aus dem Bett zu einem Übungseinsatz gerufen. Da zeigte sich, wer trotz Müdigkeit noch einen klaren Kopf behält. Der ist für einen Zugführer Voraussetzung. Im Einsatzfall muss er bis zu 150Mann dirigieren.

Bergner hatte dieses Jahr bisher 20 Einsätze. Das ist wenig. Im vergangenen Jahr waren es 52. Damals wurde das Dippser THW sowohl im Sommer zum Hochwasser in der Sächsischen Schweiz als auch im schneereichen Winter zu Hilfe gerufen.

Dennoch war er dieses Jahr schätzungsweise 800Stunden aktiv. Denn er betreut auch die zehn Mädels und Jungs in der Jugendgruppe mit. Sie waren im Kinder und Jugendlager in Borna bei Leipzig dabei. Das erledigt er alles neben seinem Hauptberuf. Er arbeitet im Fahrdienst beim DRK Kreisverband Dipps. Der bringt Verständnis auf für sein Engagement. Schließlich ist das DRK selbst auch eine Hilfsorganisation. Darüber kennt Bergner auch die Dippser Tafel, die vom DRK organisiert wird. Dorthin will er die Kerze gerne weitergeben.

Die Adventskerze wird ihre nächste Station bei Carmen Hupfer in Dipps haben. Sie hilft ehrenamtlich bei der Tafel. „Die Helfer dort müssen sich auch immer drehen und sehen, wo sie Lebensmittel her bekommen und wie sie Sponsoren finden“, sagt Bergner.