merken
PLUS

Erbgericht ist schwieriger Fall

Der Kulturverein bemüht sich um das Erbgericht in Lauterbach. Größere Investitionen kann er sich nicht leisten. Die Stadt auch nicht.

© Archivfoto: Steffen Unger

Lauterbach. Das Dach am Lauterbacher Erbgericht müsste saniert werden, auch die alten Fenster. Bislang gibt es keinen Plan, wie das finanziert werden soll. Zuständig wäre die Stadt Stolpen, als Eigentümer des Gebäudes ist die Verwaltung auch für die Instandhaltung verantwortlich. Bislang lag es immer am Geld. Die Lauterbacher schöpften mit dem Haushaltsplan 2016 und dem Leader-Förderprogramm neue Hoffnung.

Doch sie werden enttäuscht sein. Im Haushaltsplan der Stadt Stolpen ist kein Geld für die Sanierung des vorderen Teils des Erbgerichtes vorgesehen, so Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). Eine Lösung sieht er noch nicht. Insgeheim hatte man in Lauterbach gehofft, dass vielleicht das neue Leader-Fördeprogramm genutzt werden könnte. Auch das sieht der Bürgermeister skeptisch. Die Stadt selbst werde keine kommunalen Projekte dort anmelden. Und er glaube auch nicht, dass das Leader-Programm viel für kommunale Projekte angewendet werde. Das hänge unter anderem mit der Förderquote in Höhe von 60 Prozent zusammen. Damit bleibt immer noch ein Eigenanteil von 40 Prozent für die Kommune.

Elbgalerie Riesa
Hier macht Shoppen glücklich!
Hier macht Shoppen glücklich!

"Alles bekommen. In Riesa." – dieses Motto lebt die Elbgalerie Riesa.

Es gebe da noch andere Programme mit einer höheren Förderquote, die für Kommunen interessanter wären. Eine Möglichkeit für das Lauterbacher Erbgericht gibt es auch da offenbar nicht. Also bleibt dort erst einmal alles so, wie es ist. Der Anbau mit Kegelbahn, Jugendklub und Proberaum der Schalmeienkapelle Lauterbach ist gesichert. Für den vorderen Teil des Erbgerichtes hatte der Kultur- und Bürgerverein mit der Stadt einen Nutzungsvertrag geschlossen. Der Verein zahlt keine Miete, beteiligt sich dafür an den Betriebskosten. Die Gaststätte selbst wollen sie nicht wiedereröffnen.

Dafür ist an eine Heimatstube gedacht, in der auch verschiedene Ausstellungen stattfinden könnten. Darüber hinaus will der Verein die Räume auch für Familienfeiern und Ähnliches vermieten. Kleinere Renovierungsarbeiten will der Verein selbst erledigen. Die Pläne umzusetzen, werde aber nur in kleinen Schritten möglich sein. Das hatte der Verein bereits mit der Unterschrift unter den Nutzungsvertrag deutlich gemacht. (SZ/aw)