SZ +
Merken

Erfolg für „Fit in die Zukunft“

Sebnitz. Ein Schülerteam des Gymnasiums empfiehlt sich als Existenzgründer.

Teilen
Folgen

Von János Joó

Zum ersten Mal nahm eine Gruppe des Goethe-Gymnasiums Sebnitz am „Startup-Werkstatt“ getauften Wettbewerb der Sparkassen für angehende Unternehmensgründer teil – und landete gleich einen beachtlichen Erfolg. Bei der 1997 gestarteten Initiative für Schüler gilt es, ein eigenes Mini-Unternehmen zu konzipieren und mit einem virtuellen Startkapital zu vermarkten und zu führen.

Von Januar bis Juni opferten auch die drei Sebnitzer Gymnasiasten einen beträchtlichen Teil ihrer Freizeit, um die von der Spielzentrale gestellten Aufgaben zu lösen. So galt es, eine passende Geschäftsform zu finden, die Werbetrommel zu rühren oder einen Internetauftritt der Firma zu realisieren.

Die Mühe hat sich offenbar gelohnt. „Noch zwei Teilnehmer waren dicht hinter uns“, sagt Roy Stephan. „Aber da fehlten schon noch ein Paar Punkte“, wirft Robert Großmann mit Stolz in der Stimme ein. Von Anfang an hatten sie sich mit ihrer Firma „FidZ“ zumindest den Sieg in ihrer Gruppe vorgenommen. FidZ steht für „Fit in die Zukunft“ und für das Konzept, Kassenpatienten und Touristen gesundheitsfördernde Maßnahmen anzubieten. Zusammen mit ihrem Mitstreiter Marcel Timmroth holten sich die Schüler damit dann tatsächlich den ersten Platz unter den elf Teams der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Damit haben sie unter bundesweit über 1100 Teilnehmern den 131. Platz erreicht. Im ostdeutschen Verband landeten sie auf Platz 12. „Relativ erfolgreich für das erste Mal“, stapelt Roy tief. Den ersten Platz holten sich allerdings Gymnasiasten aus Nordrhein-Westfalen. Ihre Geschäftsidee war das „Vibraweck“, ein vibrierendes Kopfkissen zum lautlosen Wecken.

Als Belohnung gab es einen Empfang in der Gläsernen Manufaktur in Dresden, eine komplette Sportausrüstung und einen Tag im Hochseilgarten Klein Döbbern. „Es war wirklich super, mit Führung und Büfett – da haben sie einiges springen lassen“, danken die Drei für die Preise. Optimismus, die Erfahrung, im Team zusammenzuarbeiten und das Erlebnis, eine Idee selbst entwickeln zu können, gab es gratis dazu. Und eine wichtige Erkenntnis: „Auf jeden Fall ist es verdammt anstrengend, eine Firma am Laufen zu halten!“

Deshalb konzentrieren sich die Schüler im folgenden Schuljahr ganz auf ihr Abitur und überlassen die Verwaltung fiktiver Firmen erstmal ihren Mitschülern. Aber dass die Siegerurkunde bei späteren Bewerbungen noch nützlich sein wird, sind sich die Ex-Jungunternehmer sicher. Lehrer Uwe Bergmann, der die Startup-Werkstatt auch erstmals an das Gymnasium holte und das Team betreute, sucht schon interessierte Schüler für die Teilnahme im nächsten Jahr.

Steuerberaterin Inge Vorwald-Piepke, die Unternehmenspatin, die dem Trio beim Wettbewerb beratend zur Seite stand, hat übrigens die Erstellung einer Internetpräsentation bei den Schülern in Auftrag gegeben. Und dafür gibt es dann sogar richtiges Geld.