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Erfreuliche Verwechslungen

Der Leipziger Kabarettist Gunther Böhnke las am Sonntag in Pirna aus seinem Buch „Mit dem Floß unters Eis“.

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Von Sandra Hübener

Einiges zu lachen gab es kürzlich im Saal des Deutschen Hauses, dem Pirnaer Hotel mit dem besonderen Ambiente. Ungefähr 25 Kabarett-Liebhaber lauschten der Lesung von Gunther Böhnke. Der gebürtige Dresdner entführt die Neugierigen „Mit dem Floß unters Eis“. Nach seinem Buch „Ein Sachse beschnarcht sich die Welt“, das er schon im Vorjahr vor der Flut im Deutschen Haus vorstellte, erschien nun sein zweites Werk. Zwischen einigen Themen schwankend, entschied er sich letztendlich über etwas zu schreiben, das in Sachsen und Ostdeutschland seit der Wende ein wichtiges Thema geworden war: das Bereisen ferner Länder.

Die Zuhörer entschieden mit „ja“ oder „weiter“, welche Geschichten Böhnke vorlesen sollte. Mit seinem unverwechselbaren Charme und vielen sächsischen Einlagen erzählt er von tierischen Begegnungen der seltsamsten Art. Ob Grizzly-Bären in Kanada, Fünf-Sterne-Kakerlaken in Australien oder Moorhühner in Schottland -- selbst aus den brenzligsten und komischsten Situationen fanden Böhnke und seine sächsischen Begleiter einen Ausweg. Aber nicht nur der sächsischen „Sprache“ ist der Kabarettist mächtig, ein perfekt nachgeahmter österreichischer Dialekt sorgt für Schmerzen in der Bauchmuskelgegend.

Ob ihm diese Begebenheiten alle wirklich passiert sind? Gunther Böhnke erzählt mit einem Augenzwinkern: „Passiert sind sie alle. Ob genau diese Geschichte an diesem Ort oder doch woanders – manchmal weiß ich es selbst nicht mehr so genau.“ Schließlich waren er und seine Familie über 13 Jahre lang und in so vielen Ländern unterwegs, dass man da schon mal was verwechseln kann. Den Zuhörer freut’s.