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Freital

Erinnerungen an Bombenangriff

Das Stuhlbaumuseum Rabenau zeigt Fundstücke aus der Dippoldiswalder Heide. Und lädt zu einem Gespräch ein.

Schüler der Grundschule Oelsa sind von den Zeichnungen Armin Münchs im Stuhlbaumuseum Rabenau beeindruckt.
Schüler der Grundschule Oelsa sind von den Zeichnungen Armin Münchs im Stuhlbaumuseum Rabenau beeindruckt. © Daniela Simon

In Erinnerung und Mahnung an den Tag, als Dresden brannte, hat der in Rabenau geborene Künstler Armin Münch (1930-2013) Zeit seines Lebens in jedem Jahr mindestens ein Bild gezeichnet. So versuchte er, das Trauma der Zerstörung der Stadt am 13. Februar 1945 aufzuarbeiten, auch, als er längst in Rostock lebte, fern der sächsischen Heimat.

Fünf dieser Zeichnungen sind jetzt im Stuhlbaumuseum in Rabenau zu besichtigen, in einer Kabinettausstellung, die sich unter dem Titel „Nie wieder Krieg“ dem Bombenangriff auf die barocke Residenz widmet. Die Bilder ergänzen eine Schau mit Fundstücken, die der Heimatforscher Matthias Schildbach in der Dippoldiswalder Heide geborgen hat. Der Kreischaer, Jahrgang 1977, hat dort zum Absturz von zwei US-amerikanischen Bombern recherchiert, die bei einem der letzten Angriffe auf Dresden in der Luft kollidierten.

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Dazu hat er ein Buch geschrieben, für das er mit dem Sächsischen Landespreis für Heimatforschung 2019 ausgezeichnet wurde. Am 13. Februar steht Matthias Schildbach ab 16 Uhr Gästen des Museums als Gesprächspartner zur Verfügung. 17 Uhr hält zudem Matthias Christian Schanzenbach, auch bekannt in seiner Rolle als Hofnarr Frölich, einen Vortrag über „Dresden im Wandel der Zeiten.“ Die Ausstellung ist bis 5. April zu besichtigen.

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