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Löbau

Corona: Gute Nachricht für FDP-Politikerin

Christine Schlagehan hat das Ergebnis ihres Tests bekommen. Warum das nicht nur für sie eine riesige Erleichterung ist, die Quarantäne aber noch weiter andauert.

Christine Schlagehan hat mit großer Anspannung auf das Testergebnis gewartet. Sie hatte Kontakt zu einer Kollegin, die sich mit dem Virus infiziert hatte.
Christine Schlagehan hat mit großer Anspannung auf das Testergebnis gewartet. Sie hatte Kontakt zu einer Kollegin, die sich mit dem Virus infiziert hatte. © Rafael Sampedro (Archiv)

Am späten Nachmittag kommt endlich die Erlösung: Christine Schlagehan hat ihr Testergebnis. Es ist negativ - für sie und ihre Familie damit positiv. Das Coronavirus, das eine ihrer Kolleginnen im Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) in Bautzen, in sich getragen hat, scheint doch einen Bogen um sie gemacht zu haben. "Ich habe den ganzen Tag wie auf Kohlen gesessen", beschreibt die FDP-Kreisvorsitzende, die in Schönbach wohnt, ihre Gefühlslage an diesem Sonnabend. 

Die erlösende Nachricht befreit die 44-jährige Mutter einer erwachsenen Tochter und zweier Schulkinder allerdings nicht aus ihrem Hausarrest: "Ich stehe trotzdem noch bis 26. März unter Quarantäne, arbeite im Homeoffice und ab dem 30. März wieder ein oder zwei Tage im SIB", sagt sie auf Nachfrage. Das Görlitzer Gesundheitsamt habe das beim Anruf zum Testergebnis gleich mit angeordnet, da die Inkubationszeit des Virus ja 14 Tage beträgt.

Dennoch überwiegt bei aller Einschränkung für sie jetzt die Erleichterung, denn am Montag war sie noch bei einem Zahnarzttermin: "Und die Behandlung hat länger als 15 Minuten gedauert", sagt sie. Deshalb habe man sich in der Praxis nun durchaus Gedanken gemacht. Außerdem hatte sich auch ein besorgter Vater bei ihr gemeldet, weil Christine Schlagehans Kinder am 13. März noch in der Schule waren und am Tag zuvor der Kontakt zur erkrankten Kollegin stattgefunden hatte. Ihre Kinder hätten also im Fall des Falles das Virus weiterreichen können. "Jetzt sind erst einmal alle fürs Erste beruhigt", sagt sie.

Unklar, wie es anderen Kollegen geht

Wie es den anderen Kollegen ergangen ist, die wie sie ebenfalls mit der erkrankten Kollegin engeren Kontakt hatten und ebenfalls unter Quarantäne stehen, wisse sie nicht im Detail. Soweit ihr bekannt ist, waren sie nicht getestet worden, stehen aber ebenfalls noch unter häuslicher Quarantäne. Ob das noch Stand der Dinge ist, könne sie aber nicht mit Sicherheit sagen. Christine Schlagehan wird jetzt aber die Abgeschiedenheit des heimischen Arbeitstisches nutzen, den leichten Husten, den sie bereits hatte, auszukurieren.

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