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Ermittlungen zu Einbrüchen bei Henwi und WelWel abgeschlossen

Der Einbruch ins Döbelner Rathaus befindet sich derzeit noch in Bearbeitung.

Spuren des Einbruchs im City-Kaufhaus in Döbeln.
Spuren des Einbruchs im City-Kaufhaus in Döbeln. © Jens Hoyer

Döbeln. Anfang Oktober 2019 haben sich Unbekannte Zugang zum Döbelner Rathaus verschafft und dort einen hohen Sachschaden angerichtet. Einen Monat später war das Döbelner City-Kaufhaus wegen eines Einbruchs kurzzeitig geschlossen, wenige Tage darauf wurde aus dem Döbelner Sport- und Freizeitzentrum WelWel ein Einbruch gemeldet. Eines verband alle drei Vorfälle: Die Täter richteten einen hohen Sachschaden an, nahmen aber nur vergleichsweise wenig Beute mit.

So hatten die Täter im Rathaus Bürotüren, Schreibtische und Schränke aufgebrochen. Im Kaufhaus hatten sich die Einbrecher unter anderem an vier Brandschutztüren zu schaffen gemacht und eine Vitrine mit Schmuck gewaltsam geöffnet. Der Sachschaden betrug 13.000 Euro. 

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Gering war hingegen der Wert des Diebesgutes von 3.000 Euro. Im WelWel zerstörten die Täter ein Fenster im Wert von 1.500 Euro, nahmen aber nur mehrere hundert Euro Wechselgeld aus einem Schrank mit.

Ermittlungen zum Rathaus laufen

Im Fall der Einbrüche ins WelWel sowie in das City-Kaufhaus sind inzwischen die Ermittlungen abgeschlossen. Das teilte am Dienstag Jana Ulbricht, Sprecherin der Polizeidirektion (PD) Chemnitz auf Nachfrage mit. Die beiden Akten seien inzwischen der Staatsanwaltschaft übergeben worden. „Der Einbruch ins Rathaus befindet sich derzeit noch in Bearbeitung“, so Jana Ulbricht weiter.

Alle drei Einbrüche fallen unter die Kategorie Diebstähle unter erschwerenden Umständen. Sie sind in der Polizeilichen Kriminalstatistik der Polizeidirektion Chemnitz jedoch nicht mit enthalten, informierte Jana Ulbricht. 

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Zahl der Einbrüche in Läden und Keller hat zugenommen

Im Bereich der Diebstähle gibt es aber auch andere Entwicklungen. So hat die Zahl der Ladendiebstähle um 129 auf 541 Fälle zugenommen. Angestiegen sind auch die Einbruchsdiebstähle in und aus Böden, Kellern sowie Waschküchen. Registriert wurden hier 263 Straftaten, 130 mehr als 2018. „Insbesondere bei Ladendiebstählen hat die Polizei kaum Möglichkeiten, gegenzusteuern. 

Auch bei Einbrüchen in Böden/Kellern/Waschküchen sieht dies ähnlich aus, da diese Taten nicht im öffentlichen Raum passieren“, sagt Jana Ulbricht. Eigentümer hätten aber die Möglichkeit, Sicherungsmaßnahmen konsequent zu nutzen oder auszubauen. Nur minimal rückläufig sind die Wohnungseinbrüche (136). Bei fast der Hälfte der Fälle (64) kamen die Einbrecher am Tag. Die Aufklärungsquote bei diesen Einbrüchen liegt bei 36,8 Prozent.

Die Zahl der Straftaten ist um 202 gegenüber 2018 gesunken

Exakt 11.675 Straftaten sind 2019 von den Beamten der PD Chemnitz im Bereich Mittelsachsen erfasst worden. Im Vergleich zu 2018 sind das 202 Fälle weniger. Damit geht die Kriminalität weiterhin leicht zurück. Rückläufig waren unter anderem die Vermögens- und Fälschungsdelikte sowie die Diebstähle unter erschwerenden Umständen. Auch wurden weniger Sachbeschädigungen registriert. Mehr erfasst worden sind Diebstähle ohne erschwerende Umstände sowie Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit.

Rund 64 Prozent der Straftaten konnten 2019 aufgeklärt werden

Leicht gestiegen ist im Vergleich zum Vorjahr die Aufklärungsquote im Landkreis. Den Beamten ist es gelungen, 5.101 Tatverdächtige zu ermitteln. Fast 15 Prozent davon sind nichtdeutscher Herkunft. „54 der nichtdeutschen Tatverdächtigen verstießen gegen die Bestimmungen des Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetzes“, so Polizeisprecherin Jana Ulbricht.

Landkreis gehört zu den sichersten Bereichen in Sachsen

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Die sinkende Zahl an Straftaten sowie die Steigerung der Aufklärungsquote zeichnen sich im Bereich der PD Chemnitz, zu der auch die Stadt Chemnitz sowie der Erzgebirgskreis gehört, ab. Die Regionen gehörten „mit Blick auf die Polizeiliche Kriminalstatistik mit die sichersten Bereiche im Freistaat Sachsen“, ordnete Polizeipräsidentin Sonja Penzel die Zahlen ein.

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