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Schlammlawine in den Mühlsteinbrüchen

Die Mitglieder des Jonsdorfer Gebirgsvereins wollen das Schaubergwerk aus eigener Kraft wieder freilegen. 

Jonsdorfer Mühlsteinbrüche. Foto: wikimedia
Jonsdorfer Mühlsteinbrüche. Foto: wikimedia © Foto: Wikimedia Commons

Es wird noch mal ein großer Arbeitseinsatz nötig sein. So viel kann Volkmar Ostheimer-Pietsch, der Chef des Jonsdorfer Gebirgsvereins, schon sagen. Es ist wieder eine Schlammlawine über den Mühlsteinbrüchen abgegangen. "Wir wissen gar nicht genau, wann das passiert ist", sagt der Vereinsvorsitzende, "wahrscheinlich bei der ersten Schneeschmelze." Fakt ist: Das Schaubergwerk ist erst einmal nicht begehbar. Schlamm und Geröll haben auch das Dach der Hütte beschädigt. "Die Hütte selbst hat es sogar zehn Zentimeter weit weggeschoben", erzählt Volkmar Ostheimer-Pietsch. 

Bis zur Saisoneröffnung im April wollen die Mitglieder des Gebirgsvereins den Schutt aber beiseite geschafft und die Anlage wieder hergerichtet haben. "Das schaffen wir aus eigener Kraft", sagt der Vorsitzende. Mit dem Geröll soll gleich eine Kuhle aufgefüllt werden, erklärt er, das hätten die Vereinsmitglieder ohnehin vorgehabt, und so habe der Schaden auch noch einen Nutzen. Bergsteiger haben bereits ihre Hilfe angeboten und wollen lockere Erde und Steine von den Felsen und Abhängen entfernen. "Aber wir müssen hier wohl damit leben, dass in diesem Gelände so etwas immer mal wieder passieren kann", sagt Ostheimer-Pietsch.

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In den 1990-er Jahren hatten Mitglieder des Gebirgsvereins das Schwarze Loch, in dem später das Schaubergwerk entstand, in unzähligen Arbeitsstunden freigelegt. Ein großer Muren-Abgang hatte den Felsengang damals völlig verschüttet. Seitdem sind die Jonsdorfer Mühlsteinbrüche ein beliebtes Ausflugsziel. Der Gebirgsverein bietet von April bis Oktober regelmäßig Führungen an. Im Winter ist das Schaubergwerk geschlossen.

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