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Hoyerswerda

Ersatz für zerstörten Blitzer

Im Verwaltungsausschuss des Stadtrates Hoyerswerda ist eine Entscheidung allerdings vertagt worden.

© Symbolfoto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Die Stadtverwaltung kauft sich – lange geplant – einen neuen Blitzer. Allerdings muss das Bürgeramt nun noch ein wenig länger darauf warten. Zwar stand der Punkt „Beschaffung eines Geschwindigkeitsmessgerätes zum Einsatz in Fahrzeug oder Messsäule“ am Dienstag auf der Tagesordnung einer Sitzung des Stadtrats-Verwaltungs-Ausschusses. 

Die Abstimmung ist freilich vertagt worden. „Die Sache hatte noch nicht die nötige Beschlussreife“, begründete Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) seine Entscheidung, den Punkt von der Tagesordnung zu streichen. Offenbar soll der Kauf nun im Dezember unter Dach und Fach gebracht werden.

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Der neuer Blitzer soll der Ersatz für ein Gerät sein, das im April des vergangenen Jahres den Geist aufgab beziehungsweise absichtlich zerstört wurde. Dazumal war ein städtischer Blitzer im Bereich des Seenland-Klinikums an der Maria-Grollmuß-Straße aufgestellt, als ein Mann gegen die Technik trat, diese daraufhin umfiel und irreparablen Schaden nahm.

Im Ergebnis schaffte sich die Stadt leihweise Blitzertechnik an, was im städtischen Haushalt mit einer Miete zu Buche schlägt. Aus Vorsicht bleibt die geliehene Apparatur aber im Auto, womit im Ergebnis an einigen wenigen Straßen aktuell nicht gemessen werden kann. Was die Entscheidung über den Neukauf jetzt verzögert, sagte Stefan Skora am Dienstag nicht.

Die Polizei hatte nach der Zerstörung des Blitzers im vorigen Jahr die Schadenssumme auf 10.000 Euro beziffert. Im Doppelhaushalt 2019/2020 hat die Stadt für Investitionen in Verkehrsüberwachungsanlagen in diesem Jahr 30.000 Euro eingeplant, im nächsten Jahr noch einmal 50.000 Euro.

Die Stadt spricht überdies von einem erhöhten Unterhaltungsbedarf. Aktuell werden pro Jahr 25.000 Euro fällig.