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Zittau

Hat ein Makler heimlich Kinder-Spargroschen erschlichen?

Das Geld einer Großschönauerin landete nie in der vorgesehenen Versicherung. Ermittlungen ergeben: Viele weitere Kunden fühlen sich geprellt.

Susann Schmidt hatte dem Versicherungsmakler die gesamten Ersparnisse für ihre Kinder anvertraut. © Markus van Appeldorn

Stutzig wurde sie, als wenige Monate später eine Mitarbeiterin des Maklers vor ihrer Fleischtheke stand. Die warnte: "Du musst mal bei der Rentenversicherung fragen, wie viel Geld da auf dem Konto ist." Und diese Abfrage brachte einen Schock: Gerade mal 83,76 Euro waren da seit Versicherungbeginn für jede ihrer Töchter gutgeschrieben. Die Versicherung ließ sie wissen, dass außer ihren frischen Beiträgen nie weiteres Kapital eingezahlt worden sei. "Um mein Geld zu retten, wollte ich einen Termin mit ihm machen", erzählt Susann Schmidt. Doch zwei Verabredungen habe er verstreichen lassen. "Bei einem dritten Termin hat er mir dann erklärt, man dürfe gar nicht so viel Geld auf einmal in die Versicherung einbezahlen", sagt Schmidt. Bei einem Telefonat habe der Makler dann sogar zugegeben, das Geld nie eingezahlt, sondern anders verwendet zu haben. Er habe Verbindlichkeiten an einen früheren Geschäftspartner bezahlen müssen. Dabei versprach er: "Innerhalb von 14 Tagen ist das Geld bei Dir auf dem Konto."

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