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Erstaunliches zwischen Sudhaus und Fließband

Sie kamen aus dem Staunen nicht heraus. Dabei hatten sie sich einfach nur zur Führung durch die Radeberger Exportbierbrauerei angemeldet. Jene zwölf Besucher, die sich Donnerstag Nachmittag vom Forschungszentrum in Rossendorf aus auf den Weg nach Radeberg gemacht hatten.

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Von Jens Fritzsche

Sie kamen aus dem Staunen nicht heraus. Dabei hatten sie sich einfach nur zur Führung durch die Radeberger Exportbierbrauerei angemeldet. Jene zwölf Besucher, die sich Donnerstag Nachmittag vom Forschungszentrum in Rossendorf aus auf den Weg nach Radeberg gemacht hatten.

Vorm historischen Portal der Brauerei wurden sie von Geschäftsführer Dr. Hans-Wolfgang Lambrecht in Empfang genommen. Er klärte gleich auf, warum die Besucher eine Vorzugsbehandlung erhalten sollten: „In ihrer Gruppe ist der 111 111. Besucher, seit wir mit den Brauereiführungen 1998 begonnen haben“, sagte Lamprecht.

Da staunten die Rossendorfer noch mehr. Allein in diesem Jahr pilgerten übrigens fast 30 000 Besucher nach Radeberg, um sich hier anzuschauen, wie das beliebte Pilsner hergestellt wird.

Sigrid Kuri, die die Gruppe durch die heiligen Hallen der Brauerei führte, konnte jede Menge beeindruckender Zahlen verkünden. Zum Beispiel, dass jeden Tag zehn Lkw auf den Brauereihof kommen, um insgesamt 20 Tonnen Braugerste anzuliefern, die hier täglich gebraucht werden. Dass die Mitarbeiter hier in drei Schichten rund 160 000 Flaschen Bier pro Stunde produzieren. Und dass Radeberger im Jahr über zwei Millionen Hektoliter Pilsner verkauft... Doch so gewaltig allein diese Zahlen klingen, das Innenleben der Brauerei beeindruckte die Besucher dann noch mehr. Und natürlich gab‘s zum Abschluss ein frisches Radeberger.