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Meißen

Erste Corona-Tote im Landkreis Meißen

Die 86-jährige Patientin litt auch an mehreren Vorerkrankungen. Insgesamt gibt es 38 Infizierte im Kreis. Der Busverkehr könnte eingeschränkt werden.

Das Coronavirus fordert sein erstes Todesopfer im Landkreis. Erste Quarantäne-Patienten können sich mittlerweile wieder frei bewegen.
Das Coronavirus fordert sein erstes Todesopfer im Landkreis. Erste Quarantäne-Patienten können sich mittlerweile wieder frei bewegen. © dpa

Meißen. Die Zahl der an Corona-Erkrankten im Landkreis Meißen lag am Mittwoch bei 38, sechs Patienten werden derzeit stationär behandelt. 349 Personen befinden sich in Quarantäne. Eine 86-jährige Patientin ist infolge einer Covid-19-Infektion - begleitet von einer Reihe Vorerkrankungen - gestorben. Das teilte das Landratsamt Meißen am Mittwoch Mittag mit.

Es gibt aber auch gute Nachrichten. So berichtete Amtsärztin Petra Albrecht, dass sich die ersten Quarantäne-Patienten wieder frei bewegen können. Der weitaus größere Teil von ihnen hat in den vergangenen 14 Tagen keine Symptome einer Covid-19-Infizierung entwickelt. 

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Die Situation sei im Landkreis Meißen immer noch überschaubar, so die Amtsärztin. Während es in anderen Regionen kaum mehr möglich ist, die Kontaktpersonen eines positiv getesteten Falls zu ermitteln, sei der Landkreis Meißen dazu noch in der Lage. Doch eine Voraussage zur Entwicklung in den nächsten Tagen ist nicht möglich. Und somit bereiten sich die Elblandkliniken am Standort Meißen weiter auf eine Vielzahl schwerstkranker Corona-Patienten vor.

Der Landkreis Meißen prüft mit seinen Partnern in den nächsten Tagen, ob eine weitere Reduzierung des öffentlichen Personennahverkehrs nötig werden könnte. Der Chef der Verkehrsgesellschaft Meißen Jens Dehnert sagt am Mittwochabend gegenüber der Meißner Redaktion, dass momentan der Ferienfahrplan gefahren wird. Eventuelle weitere Änderungen werden über Sächsische.de und den Verkehrsverbund Oberelbe sowie die die öffentlichen Plattformen kommuniziert. 

Auf Nachfrage erklärte Andreas Herr, dass die Sicherheitsabstände – eine Forderung des Robert-Koch-Instituts auch für den öffentlichen Nahverkehr – strikt eingehalten werden. „Eigentlich könnten noch weniger Busse fahren, aber dann wird es räumlich enger, was wir ja unbedingt vermeiden wollen.“

50 Verstöße von der Polizei geahndet

Die Kontrollen der Polizei haben am Dienstag rund 50 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen ergeben. Darunter waren auch wieder Gruppenbildungen. Allerdings habe sich die Lage insgesamt im Vergleich zum Vortag entspannt. Die Kontrollen werden fortgesetzt.

Unklarheiten gab es beim Verständnis der  Allgemeinverfügung zu Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverboten vom 22. März zum Thema Wochenmärkte. Das sächsische Sozialministerium erklärt dazu: „Wochenmärkte sind seit dem 23. März 2020 von den Ausgangsbeschränkungen betroffen und deshalb ist deren Durchführung nicht mehr möglich." 

Auf Wochenmärkten sei ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Passanten nicht möglich. Zudem werden Wochenmärkte intensiv auch von älteren Menschen frequentiert. Mit der Allgemeinverfügung "Veranstaltungen" vom 20. März war die Durchführung noch erlaubt. Allerdings wurde diese Erlaubnis mit der neuen Allgemeinverfügung zum Schutze der Bevölkerung eingeschränkt. (SZ/um)

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!