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Erste Delle in der neuen B 175

Die Geschwindigkeit auf der Straße östlich von Döbeln in Richtung Autobahn 14 ist heruntergesetzt worden. Aber was ist die Ursache des Schadens?

Wegen der Absenkung ist die Geschwindigkeit auf der neuen B 175 an der Gake auf 70 Stundenkilometer reduziert worden. Wie und wann der Schaden beseitigt wird, steht noch nicht fest.
Wegen der Absenkung ist die Geschwindigkeit auf der neuen B 175 an der Gake auf 70 Stundenkilometer reduziert worden. Wie und wann der Schaden beseitigt wird, steht noch nicht fest. © Dietmar Thomas

Döbeln. Noch kein Jahr nach der Fertigstellung deutet sich jetzt der erste Schaden an der neuen B 175 in Döbeln Ost an. Seit 6. April ist an der Steigung zur Autobahnanschlussstelle Döbeln Ost die Geschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer heruntergesetzt. Der Grund bemerkt der Autofahrer deutlich: An einer Stelle hat sich die Fahrbahn abgesenkt. In diesem Abschnitt verläuft die Straße auf einem aufgeschütteten Straßendamm.

Die Ursache für die rund fünf Meter lange Delle ist dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) noch nicht bekannt. Zurzeit laufe die Untersuchung der Ursachen, teilte Franz Grossmann von der Pressestelle des Lasuv auf Anfrage mit. Die Verformungen der Fahrbahn werden im Rahmen der Streckenkontrolle beobachtet. Über die Beseitigung des Baumangels, Bauzeiten und damit verbundene Verkehrseinschränkungen werde rechtzeitig informiert.

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Im August vergangenen Jahres hatte das Lasuv die Straße nach fast zwei Jahren Bauzeit erst teilweise, im Oktober komplett freigegeben. Aber bis heute wird noch an einigen Nebenanlagen gebaut. So wird im Bereich der Kreuzung am Chausseehaus der Fuß/Radweg fertiggestellt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich Anfang Mai abgeschlossen, so Grossmann. 

Sowohl die Stadt Döbeln als auch die Besitzer des Hauses hatten gefordert, dass die Böschung zum Radweg durch eine Leitplanke gesichert wird. Wie Grossmann sagte, wird es nach Prüfung des Sachverhalts keine Leitplanke an dieser Stelle geben. Diese sei nach der geltenden Richtlinie innerorts nicht erforderlich.

An der neuen Kreisstraße in Richtung Mochau werden zwischengelagerte Erdmassen abtransportiert und die Nebenflächen hergestellt. Die alte Kreisstraße zwischen der Chausseekreuzung und dem Gewerbegebiet Ost 1B wird nach den Plänen des Lasuv einer Zweitverwendung zugeführt. Die Straße ist deutlich verschmälert worden und soll als Fuß- und Radweg von und nach Mochau abseits des fließenden Verkehrs dienen.

Gesamtkosten von rund 23 Millionen Euro

Entlang der neuen B 175 haben Radfahrer diesen Luxus nicht. Dort sind zwar links und rechts der Straße auch Wege angelegt worden. Diese sind aber nur als Wirtschaftswege gedacht und dienen ausschließlich der landwirtschaftlichen Nutzung. Sie enden in den Feldern. Eine Weiterführung dieser Wege ist nicht vorgesehen, so Grossmann.

Im Herbst 2017 war mit den Arbeiten zur Entschärfung der gefährlichen Gakendelle begonnen worden. Anfang August vorigen Jahres ging die Straße auf dem ersten Abschnitt, im Oktober auf der gesamten Länge in Betrieb. Gebaut wurden zwischen Kreisverkehr Döbeln Ost und der A 14 rund 2,3 Kilometer Straßen, zwei Brücken und zwei Regenrückhaltebecken.

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Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit an der B 175 ist der Ersatz für die Gake komplett. Damit ist auch ein Unfallschwerpunkt Geschichte.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 23 Millionen Euro. Das sind allerdings rund sieben Millionen Euro mehr als zu Baubeginn im September 2017 geplant. Von dem Gesamtbetrag hatte der Bund als Straßenträger 18,5 Millionen Euro übernommen. In den Rest teilen sich der Freistaat Sachsen, der Landkreis Mittelsachsen, die Stadt Döbeln sowie Ver- und Entsorgungsträger. Im Zuge der Bauarbeiten war auch der Döbelner Ortsteil Oberranschütz neu angebunden und die Kreisstraße in Richtung Mochau verlegt worden.

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