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Erste Häuser auf Ex-Glasinvest früher fertig

In Radebeul wächst die größte Wohnbaustelle im Kreis. Die Baufirmen legen Tempo vor. 150 Wohnungen entstehen.

Radebeul, auf dem ehemaligen Glasinvest-Areal: Hinterm Bauzaun wachsen die ersten fünf Häuser samt Tiefgarage in die Höhe.
Radebeul, auf dem ehemaligen Glasinvest-Areal: Hinterm Bauzaun wachsen die ersten fünf Häuser samt Tiefgarage in die Höhe. © Norbert Millauer

Radebeul. Von der Meißner Straße und erst recht im Vorbeifahren sieht man nicht so viel. Da ragen vor allem die zwei großen Kräne über das Bauareal von ehemals Glasinvest hervor. Doch wer auf der nördlichen Hauptstraße oder besser noch an der Freiligrathstraße auf das Gelände schaut, der kann staunen. Es geht gewaltig voran.

Bauherr Peter Heil zeigt auf die hochgezogenen Betonwände der ersten Häuser an der Ostseite des Grundstücks. 15.000 Quadratmeter sind es insgesamt zwischen der Meißner Straße, Hauptstraße und Freiligrathstraße. Bis Ende Juni, so hatte Heil Mitte April zum Baustart angekündigt, sollten die Erdarbeiten für die nördliche Tiefgarage erledigt sein. Jetzt sind die Männer der Firma Amand (für den Tiefbau) und der Firma Steinerle (für den Rohbau) schon ein ganzes Stück weiter.

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Vier Häuser stehen bereits mit ihren Wänden. In wenigen Tagen werden die Zimmerleute und Dachdecker anrücken und die leicht geneigten Dächer aufbringen. Rote Ziegel sollen drauf. Das fünfte Haus wächst gerade. Immer ein Stück vor den Häusern werden die Mauern der Tiefgarage gesetzt. In den Kellern der Gebäude sind die Ausgänge erkennbar, die zu den Stellplätzen führen.

Zwei größere Häuser entstehen in der Mitte des nordöstlichen ersten Bauabschnittes. Sie sind auch eine Etage höher als die kleineren am Rande. Zwei Dreiraumwohnungen mit um die 100 Quadratmeter und eine Zweiraumwohnung zu etwa 60 Quadratmeter werden da eingerichtet. Die kleineren Gebäude haben jeweils drei Wohnungen mit je etwa 80 Quadratmetern. Zu jeder Wohnung gehört ein Tiefgaragenstellplatz. Manche seien so groß, dass bis zu zwei Autos draufpassen, sagt Peter Heil.

So soll es hier in gut einem Jahr aussehen - die gleiche Stelle, wo jetzt die Gebäude im Rohbau entstehen.
So soll es hier in gut einem Jahr aussehen - die gleiche Stelle, wo jetzt die Gebäude im Rohbau entstehen. © Animation: aT2 Architekten

Zu erkennen ist auch schon an den großen Öffnungen in den Häusern nach Süden, dass hier viel Licht reingelassen wird. Schiebetüren nach Süden zu Balkonen oder Terrassen sind hier vorgesehen, sagt der Bauherr. Sieben Häuser werden es im Bauabschnitt eins insgesamt sein. Mit zusammen 52 Eigentumswohnungen.

Die Bagger- und Radladerfahrer schieben und transportieren die Erde um die Gebäude so, dass immer die notwendige Baufreiheit herrscht. Die Aushubmassen sind gewaltig. Rund um die eigentlichen Baufelder türmen sich Berge. Peter Heil: „Die Firma Amand transportiert einen Teil davon ab. Damit wird die Deponie in Grumbach abgedeckt.“

Zwanzig der insgesamt 52 Wohnungen seien bereits verkauft, darunter alle vier großen Wohnungen, sagt Heil. Bis zum Winter sollen in den Rohbauten die Fenster drin sein. Und weil es so zügig vorangeht, prophezeit der Bauherr, dass im Herbst nächsten Jahres die Außenanlagen fertig sein werden und die Wohnungen in den sieben Häusern bezugsfertig sind.

Dann, so Peter Heil, soll zugleich auch der Rohbau für den zweiten Bauabschnitt fertig sein. Damit das so ineinandergreifend funktioniert, startet nach den jetzigen Sommerferien der Aushub für die Tiefgarage Nummer zwei zwischen Hauptstraße und Meißner Straße. Ganz am Ende soll es an der Freiligrathstraße nur eine Ausfahrt aus der Garage geben. An der Hauptstraße eine Zu- und eine Ausfahrt.

Auf der Südseite des Areals, also flankierend zur Meißner Straße werden zwei große Gebäude errichtet. Die Baugenehmigung für Abschnitt zwei, so Heil, ist vor gut zwei Wochen eingetroffen. 58 barrierefreie Wohnungen, davon ein Fünftel rollstuhlgerecht, soll es in den zwei Häusern geben.

Anmelden für Seniorenwohnungen

Die Johanniter Unfallhilfe wird hier der Gesamtmieter. Zweiraumwohnungen mit zumeist 50 Quadratmetern Größe - alle mit Balkon oder Wintergarten - sollen vor allem an Senioren vermietet werden. Im Erdgeschoss ist eine Begegnungsstätte vorgesehen. 

Eine Dachterrasse und ein mit Glaskuppel überdachter Innenhof werden den Aufenthalt angenehm für die Rentner gestalten, heißt es in der Beschreibung. Eine Sozialstation für die ambulante Pflege werde auch eingerichtet. Die Johanniter haben bereits ihre Notfallstation am nahen Elblandklinikum Radebeul - mit Tagespflege, Sozialstation und 24-Stunden-Notfallhilfe.

Die Anmeldung für die Seniorenwohnungen ist bereits angelaufen, sagt Heil. Entweder über seine Adresse oder die der Johanniter Unfallhilfe.

Im Erdgeschoss der beiden Gebäude wird an der Ecke Hauptstraße, Meißner Straße der Drogeriemarkt Rossmann einziehen. Daneben an der Meißner Straße die Coswiger Bäckerei Claus mit einem Café mit fast 40 Sitzplätzen. Auch drei Arztpraxen haben Mietverträge unterschrieben. Peter Heil: „Ein bis zwei Praxen hätten noch Platz - passend wäre ein Hausarzt.“ Auch ein Laden mit 150 Quadratmetern sei noch zu haben.

Die Innenhöfe zwischen den Gebäuden werden begrünt, Bäume sind vorgesehen und auch ein Spielplatz wird angelegt.

Im Herbst 2022, so das heute gesteckte Ziel, sollen auch die Häuser, Praxen und Läden an der Meißner Straße bezugsfertig sein.

www.swg-wohnen.de

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