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Dresden

Erste Ideen fürs Sachsenbad

Bieter sind jetzt am Zug. Aber wird das Denkmal in Pieschen in Zukunft für öffentliches Schwimmen nutzbar oder nicht?

Das ehemalige Sachsenbad an der Wurzener Straße soll wiederbelebt werden. Wie und wann, das ist noch offen.
Das ehemalige Sachsenbad an der Wurzener Straße soll wiederbelebt werden. Wie und wann, das ist noch offen. © Christian Juppe

Nachdem ein potenzieller Sachsenbad-Investor die Stadt für zu vage Vorstellungen beim Nutzungskonzept des Denkmals kritisiert hatte, meldet sich nun der Lenkungsausschuss zum Sachsenbad zu Wort. 

Veit Böhm, CDU-Stadtrat und Mitglied des Gremiums erklärt, dass Angebote für das Sachsenbad bis zum Herbst ausgearbeitet werden sollen. Ende 2019 könnte der Stadtrat dann einen Beschluss fassen. Das hatte kürzlich bereits Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) gegenüber Sächsische.de erklärt. Zu Details will sich die Stadt noch immer nicht äußern – aus Gründen des Bieterschutzes, wie es heißt. Dennoch geht aus Böhms Erklärung hervor, dass das Element Wasser im Sachsenbad künftig nicht zwingend eine Rolle spielen soll. „Die Bieter haben verschiedene Vorstellungen, wobei auch Nutzungskonzepte ohne Wasser sehr interessant sind.“ Eine Sanierung durch die Stadt sei hingegen nach wie vor nicht realistisch. 2018 wurde das denkmalgeschützte Gebäude in Pieschen zum Verkauf angeboten.

Im Raum steht, ob das Sachsenbad perspektivisch für öffentliches Schwimmen geöffnet werden soll. Im Verkaufsexposé der Stadt wird eine Nutzung als Gesundheits- und Therapiebad bevorzugt, aber nicht konkret gefordert. Die Frage nach der öffentlichen Nutzung drängt jedoch: Der Stadtrat hat erst Anfang April beschlossen, ab 2030 eine neue Schwimmhalle für die bevölkerungsreichen Stadtteile Neustadt und Pieschen schaffen zu wollen. Daraufhin hatte der Projektleiter eines interessierten Geldgebers gegenüber Sächsische.de erklärt, dass ein Umbau des Sachsenbads zur öffentlichen Schwimmhalle generell möglich sei.

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Die Initiative „Wasser ins Sachsenbad“ weist darauf hin, dass sich bereits Tausende Dresdner in einer Petition für eine Bürgerschwimmhalle mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Reha eingesetzt haben. Der Appell: „Wir hoffen, dass sich die Stadträte im Interesse des Gemeinwohls für das Sachsenbad als Bürgerbad entscheiden, bestenfalls als städtisches Bad.“