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Erste Süßkirschen in zwei Wochen

Der Meissner Obstgarten erwartet hohe Erträge.

Reichenbach. Groß, saftig und knackig werden die Süßkirschen in diesem Jahr sein. Das verspricht Steffen Geisler aus Reichenbach in der Gemeinde Klipphausen, der Chef des Meissner Obstgartens. „Der Regen in den letzten Wochen hat den Bäumen gut getan und den Wasserhaushalt in den Böden aufgefrischt“, sagte der Obstbauer. Das würde auch für die Äpfel gelten. „Im März/April war es ja zu trocken“, so Geisler.

Der Starkregen in der vergangenen Woche hätte bei den Süßkirschen kaum Schäden verursacht. „Wir haben einen Hektar der Plantagen in Reichenbach unter Folie. Das zahlt sich aus“, so der 58-jährige Obstbauer. „Die Früchte bekommen dadurch keine Schadstellen.“

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Am 20. Juni soll Start der Süßkirschenernte sein. Als Erstes wird die zeitige Sorte Bellise gepflückt, danach Merchant. Insgesamt hat Geisler 15 Süßkirschensorten angebaut. Neben den Plantagen unter Folie gibt es noch einen halben Hektar im Freiland, wo die süßen Früchte heranwachsen. „Wir rechnen mit einer guten Ernte“, bemerkt der Obstbauer.

Voraussichtlich am 10. Juli folgt dann das Pflücken der ersten Sauerkirschen. Hier erwartet der Meissner Obstgarten ebenfalls ansprechende Erträge. Insgesamt beträgt die Anbaufläche in Reichenbach etwa 1,5 Hektar. Mitte Juli, so sagte Geisler weiter, könnten dann auch die ersten Pflaumen reif sein. Bei den Äpfeln – hier gedeihen die Früchte auf mehreren Plantagen mit insgesamt 25 Hektar – rechnet Geisler mit einem Erntebeginn Ende August. 20 Sorten werden angebaut.

Beim Unwetter am Dienstag vergangener Woche blieb der Obstgarten weitgehend verschont. Die Bäume hätten einen Teil des Wassers zurückgehalten. „Allerdings wurden bei den heftigen Niederschlägen die Wege um das Obstlagerhaus in Mitleidenschaft gezogen“, sagt Geisler. Mit der Gemeinde Klipphausen wolle er sich verständigen, wie die Schäden behoben werden können. „Die Wetterstation vom Freistaat in Reichenbach hat innerhalb von vier Stunden 80 Liter Wasser auf einen Quadratmeter Boden registriert“, sagte der Obstbauer. Spitzenwert wäre 49 Liter in einer Stunde gewesen. Auch ein kürzlicher Hagelschlag hätte an den Bäumen nur geringe Schäden verursacht. Zum Glück seien die Hagelkörner mit Regen vermischt gewesen, so Geißler. (dh)