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Erste Tafel ohne Kreide an der Mittelschule

Eine Landsberger Stiftung unterstützt die Schule mit modernen Lehrmitteln. Weitere Projekte könnten folgen.

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Von Jan Iven

Die neue interaktive Tafel der Mittelschule Waldheim kommt ganz ohne Kreide oder Computermaus aus. Schulleiter Jürgen Köber schreibt einfach mit seinem Finger in bunten elektronischen Linien auf die weiße Wand im Medienraum. „So macht Schule Spaß“, freut sich Köber. Bilder, Grafiken und Videos werden ganz einfach über einen Projektor auf die neue Tafel gezaubert. Auch Matheaufgaben kann das Gerät stellen. Schulleiter Köber spart sich allerdings die Mühe und lässt sich die Lösung automatisch anzeigen. „Das werden die Lehrer im Unterricht bei den Schülern aber unterbinden. Die sollen schließlich selbst rechnen“, sagt Schuleiter Köber lachend.

Finanziert wurde die 6 000 Euro teure interaktive Tafel von der Matthees Stiftung aus Waldheims Partnerstadt Landsberg am Lech. „Wir haben als Träger rund 300 Wohnungen in Waldheim gebaut, da wollten wir auch etwas an die Stadt zurückgeben“, sagte Erich Matthees, der mit seiner Frau Beatrix zur Einweihung der Tafel an die Zschopau gekommen war. Zumal sich das Stiftungsvermögen auch aus 14 der Wohnungen in Waldheim speist. Zudem wurde das Natur-Projekt der Waldheimer Förderschule von der Förderstiftung mit 1 000 Euro für ihre Kletterausrüstung bedacht.

„Da es immer weniger Geburten gibt, können wir es uns einfach nicht mehr leisten, dass Kinder im Bildungsbereich abgehängt werden“, sagt Erich Matthees. Die Förderstiftung würde sich daher insbesondere für Bildung und benachteiligte Kinder einsetzen. In Landsberg werde etwa Nachhilfeunterricht für schwächere Schüler unterstützt. Dies sei auch für die Mittelschule Waldheim denkbar. „Wenn es Bedarf gibt, sind wir mit dabei. Es muss nur mit uns geredet werden“, so Matthees. „Es darf bei den Kindern nicht am Geld scheitern.“

Schulleiter Köber freut sich über die interaktive Tafel und das weitere Angebot. „So eine Tafel ist für die Kinder auf jeden Fall eine zusätzliche Motivation“, sagt er. „Dadurch lassen sich auch Schüler ansprechen, die sonst nicht so warm werden mit dem Lernen.“ Auch die Lehrer wurden alle im Umgang mit dem neuen Lehrmittel geschult. Denn der Medienraum wird fächerübergreifend genutzt. Und wenn in der kommenden Woche der Unterricht beginnt, können auch die Schüler mit ihren Fingern auf die Tafel schreiben.