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Der erste Tag des neuen Bürgermeisters

Für Cornelius Stempel ist nun vieles neu im Oderwitzer Gemeindeamt.

Cornelius Stempel an seinem Schreibtisch als neuer Bürgermeister von Oderwitz.
Cornelius Stempel an seinem Schreibtisch als neuer Bürgermeister von Oderwitz. © Matthias Weber/photoweber.de

Der erste Arbeitstag von Cornelius Stempel, dem neuen Oderwitzer Bürgermeister, ist nun schon wieder Geschichte. Vieles ist neu, nicht nur für ihn, sondern auch für die Familie. Die älteste Tochter, die die 3. Klasse in Zittau besucht, muss nun mit dem Schulbus nach Zittau fahren. Früher hat sie Cornelius Stempel, als er noch Leiter des Kreisarchives war, mitgenommen. Das geht jetzt nicht mehr, weil er in Oderwitz bleibt.

"Ich schaffe noch unsere anderen beiden Kinder in die Kita und die Grundschule im Ort und dann geht es auf Arbeit", erzählt er. Um 7.30 Uhr beginnt die nun als Bürgermeister im Gemeindeamt.

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Erst einmal hieß es für ihn gucken, welche Themen noch offen und welche neu sind. Um 8.30 Uhr hatte er zu einem Mitarbeiter-Frühstück geladen. Wichtig war dabei vor allem das gegenseitige Kennenlernen. "Zeigen, dass wir ein Team sind", sagt er. Und danach hatte ihn schon der Alltag eines Bürgermeisters eingeholt. Post lesen, Unterschriften leisten, Ansprechpartner sein. 

Außerdem muss er die anstehende Gemeinderatssitzung am 8. Juni mit vorbereiten. Dort wird er vereidigt und wird gleich danach erstmals eine Sitzung der Gemeinderäte leiten. Das Oderwitzer Bad wird  dabei mit auf der Tagesordnung stehen. "Das Gesundheitsamt hat jetzt unser Hygiene-Konzept für das Bad bestätigt", sagt er. Für die Eröffnung der Badesaison ist jetzt der 10. Juni vorgesehen.

Vorgängerin hat ein gut funktionierendes Haus hinterlassen

Mit als erstes will sich Cornelius Stempel jetzt in das Ortsentwicklungskonzept von Oderwitz vertiefen. "Wir wollen es möglichst dem Gemeinderat noch in diesem Jahr vorlegen", berichtet er. Der 40-Jährige geht optimistisch an seine Aufgaben heran. Er macht keinen Hehl daraus, dass er etwas Einarbeitungszeit brauchen wird. "Aber ich habe ein gutes Team. Und Frau Engel hat mir ein sehr gut funktionierendes Haus hinterlassen", lobt er die Arbeit seiner Vorgängerin Adelheid Engel. 

Dazu gehören viele Projekte, die sie noch ins Laufen brachte, wie der Neubau eines zentralen Feuerwehrdepots, dass er nun zu Ende begleiten wird. Das Fertigstellen der Bad-Sanierung, die Arbeiten am Schützenhaus werden ebenso mit als nächstes angegangen, wie das, was Cornelius Stempel sehr wichtig ist. Schon im Wahlkampf hatte er sich für die Verbesserung der Infrastruktur im Ort eingesetzt. Dazu gehört der Breitband-Ausbau. 

Bis Ende Mai leitete Cornelius Stempel noch das Kreisarchiv. Neun Jahre hat er hier gearbeitet. Zum Abschied hörte er immer wieder, dass sie ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen lassen. "Aber sie haben sich mit mir gefreut", sagt er.  

Genauso gut ist er im Gemeindeamt aufgenommen worden. Er hat sich darauf eingerichtet, dass das Amt des Bürgermeister ihn auch zeitlich mehr in Anspruch nehmen wird. Seine Familie zieht da voll mit und unterstützt ihn dabei. "Meine Frau arbeitet im Katharienhof in Großhennersdorf und hat extra ihren Arbeitsvertrag so geändert, dass sie an Wochenenden frei hat", erzählt der Bürgermeister. Denn als solcher hat er auch dann oftmals noch Termine, die er wahrnehmen muss und manche auch will.  

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