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Erstmals fünf verkaufsoffene Sonntage in Niesky

Darüber sind sich Händler und Verwaltung einig. Wie sich Nieskys Feste entwickeln, das diskutieren Stadträte kontrovers.

Von Carla Mattern

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Nicht an vier, sondern sogar an fünf Sonntagen wollen in Niesky Händler in diesem Jahr ihre Türen öffnen. Die Möglichkeit besteht auch, erklärte Sachgebietsleiterin Simone Sturm am Mittwoch den Stadträten im Verwaltungsausschuss. Dass es zu einer solchen Konstellation in Niesky kommt, daran hat vor allem der Händlerstammtisch seine Aktie. Die in dieser Runde engagierten Händler hatten sich darauf geeinigt, dass sie nicht zum Dampfmaschinenfest im Opel-Autohaus im Februar öffnen wollen. Das lohne sich nicht für die Händler in der Innenstadt, gab Simone Sturm deren Begründung weiter. Sie schlagen dafür einen verkaufsoffenen Sonntag im März vor, der unter dem Thema Frühlingserwachen stehen soll. Die anderen traditionellen Sonntagsverkaufstage sollen beibehalten werden. Das sind der Sonntag zum Herbstfest, in diesem Jahr also der 13. September. Am Weihnachtsmarktsonntag werden die Händler zusätzlich öffnen, das ist der 6. Dezember. Und auch das Lichtelfest am vierten Advent, in diesem Jahr also am 20. Dezember, wird wieder verkaufsoffen sein. Über die Termine gab es übrigens Abstimmungen zwischen Händlern und Verwaltung. Rathausmitarbeiterin Ursula Popp hatte sich auf den Weg gemacht, um die Wünsche und Befindlichkeiten zu erkunden. Dabei kam auch zutage, dass Lothar Henke vom Opel-Autohaus sehr wohl das traditionelle und tausende Gäste nach Niesky lockende Dampfmaschinenfest mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbinden möchte. Deshalb gibt es jetzt den Vorschlag, auch am 22. Februar einen solchen Tag zu genehmigen, dann allerdings begrenzt auf die Geschäfte im Gewerbegebiet Süd. Die letzte Entscheidung dazu trifft Anfang Februar der Stadtrat. Nach der fraktionsübergreifenden Zustimmung am Mittwoch dürfte das allerdings in dem Gremium ohne große Diskussionen durchgehen.

Debattiert wurde dagegen am Mittwochabend über die Nieskyer Feste, speziell den Weihnachtsmarkt. Was macht beispielsweise Nieder Seifersdorf anders und besser? Denn das Flair in Niesky stimme nicht, so eine Meinung. Nieskyer Händler müssten mehr Ideen entwickeln und nicht nur ihre Türen aufschließen, eine andere. Warum kommen Händler mit Erzgebirgischem nicht mehr nach Niesky und wie kann man sie wieder dazu bewegen? Viele Fragen - keine Antworten.